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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

„Ställe machen krank“

21.03.2017

Hannover Niedersachsens Landwirtschaftsminister Christian Meyer schlägt Alarm. Niederländische Mediziner haben ein um elf Prozent erhöhtes Risiko von Lungenentzündungen im Umfeld großer Hühnerställe nachgewiesen. „Ich nehme diese Untersuchung sehr ernst. Die Daten aus den Niederlanden machen mir große Sorgen“, sagt der Grünen-Politiker im Interview mit der NWZ.

„Auch wir haben Hinweise, dass in der Nähe von großen Geflügelställen die Belastungen mit Feinstäuben sehr groß sind“, berichtet Meyer über die Situation in Niedersachsen. „Besorgniserregend sind vermehrte Atemwegserkrankungen. Bei Mitarbeitern in den Geflügelhaltungen ist die Staublunge eine anerkannte Berufskrankheit. Und man weiß, Feinstäube sind potenziell krebserregend.“

Der Landwirtschaftsminister („Gesundheitsschutz muss absolute Priorität genießen!“) plant mit dem Bund eine Reihe von Gegenmaßnahmen. „Ich will eine Reduktion von Geruchs- und Staubemissionen vorschreiben“, erklärt Meyer. „Große Geflügelställe müssen zum Einbau von Filtern verpflichtet werden. Insbesondere bei einem sensiblen Abstand zu Wohnhäusern, Krankenhäusern, Altenheimen und Kindergärten muss in Zukunft eine Staubabscheidung Pflicht werden“, betont der Minister: „Mein Ziel lautet: 70 Prozent weniger Stäube aus großen Ställen.“

Lesen Sie hier einen Kommentar zum Thema von Gunnars Reichenbachs.

Doch der Landwirtschaftsminister geht noch weiter und fordert für die Zukunft „Obergrenzen in der Tierhaltung“. „10 .00 Schweine oder 100.000 Hühner in einem Betrieb werden gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert. Ab einer Grenze von 30.000 Mast-Hühnern, 15.000 Legehennen oder 1500 Mastschweinen sollte die baurechtliche Privilegierung entfallen, und die Kommunen sollten ein echtes Mitspracherecht bekommen.“ Im Gegenzug möchte Meyer „kleinere und mittlere Mastbetriebe“ mit höheren Prämien fördern.

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