Ganderkesee - Ohrenbetäubender Lärm auf dem Hartplatz am Gymnasium Ganderkesee: Hier toben allerdings derzeit keine Schüler. Vielmehr setzen Fachleute den kreischenden Fugenschneider an. Die Teerdecke des Platzes muss entfernt werden, um den „Bauteppich“ für den Neubau des Gymnasiums vorzubereiten. Blitzschnell wird der Bitumenbelag von der Wildeshauser Firma Scheele abgefahren.

Die Bauarbeiten für den gut 4,25 Millionen Euro teuren Neubau am Gymnasium haben begonnen. „In den nächsten zwei Wochen bringt die Fachfirma Füllsand ein“, erläutert Ludger Krone vom Hochbauamt des Landkreises Oldenburg auf NWZ-Anfrage. Beim Ausbau und der Abfuhr des alten Bodens habe man bereits die erste Überraschung erlebt: ein Regenwasserrohr, das noch verlegt werden muss.

Wie Krone erläutert, wird eine Baustellenzufahrt am Busparkplatz eingerichtet. Ein Zaun soll verhindern, dass sich Unbefugte auf der Baustelle aufhalten.

In dem neuen, dreistöckigen Gebäude sollen 16 Räume für den allgemeinen Unterricht, zwei EDV-Räume, eine PC-Werkstatt sowie ein Aufenthaltsraum entstehen. Im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss gibt es Toiletten für Schüler und Lehrkräfte. Die Diskussion um die Belüftung des Gebäude sei gemeinsam mit der Schulleitung gelöst worden. Krone zufolge wurden sämtliche Hauptgewerke – von den Rohbauarbeiten bis zum Dachdecker – inzwischen vergeben. Allein für den Innenausbau, darunter die Malerarbeiten, seien noch keine Zuschläge erfolgt.

Der Zeitplan für den circa 45 Meter langen und 20 Meter breiten Neubau gilt als ambitioniert. „Wir möchten, dass das Gebäude im Herbst 2016 bezogen werden kann“, sagt Krone. Und auch in diesem Punkt weiß sich die Kreisverwaltung mit der Schule einig: Die Mobilbauklassen im Innenhof des Gymnasiums sollen so schnell wie möglich abgebaut werden.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent