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Stadtentwicklung Statt Spielplatz nun sechs Häuser

Eilert Freese

Ofenerdiek - Eine knappe Stunde, dann war alles gesagt: Die Bürgerversammlung in der Oberschule Ofenerdiek am Dienstagabend, in der Katrin Beckmann und Christopher Festersen vom Stadtplanungsamt über eine künftige Wohnbebauung südöstlich des Bardieksweges informierten, dauerte nicht lange. Es mag daran gelegen haben, dass die Veränderung des Bebauungsplans N-297 lediglich sechs Einfamilienhäuser (je rund 600 qm) betraf, die dort geplant sind.

Zurzeit ist dieses städteeigene Gebiet an Privatpersonen verpachtet, die dort einige kleine Nutzgärten angelegt haben. Im Bebauungsplan von 1978 war diese Fläche als Spielfläche geplant. Im Laufe der Jahre haben sich aber in der Umgebung genügend Flächen dieser Art entwickelt, so dass diese Form der Nutzung nicht mehr notwendig ist.

Probleme bei Regen

Die Entwässerung des Gebietes wurde diskutiert, weil Bürger festgestellt haben, dass die Nordbäke bei starken Regenfällen schon heute Probleme hat, größere Wassermassen aufzunehmen. Katrin Beckmann und Christopher Festersen versprachen den rund 60 Anwesenden, dieses Thema besonders prüfen zu lassen. „Die Erschließung des Wohngebietes erfolgt vom Bardieksweg aus und zwar durch eine nur vier Meter breite Straße, die aber gemäß einer öffentlichen Straße gebaut wird“, versicherte Festersen. Die sechs Wohnhäuser würden sich unauffällig in das bestehende Wohngebiet eingliedern, so der Stadtplaner. In der Mitte wird sich ein großer Wendehammer befinden, damit auch ein Müllfahrzeug dort wenden kann. Ob der geplante Grünstreifen entlang der Nordbäke notwendig ist, wird noch näher geprüft.

Ein wenig Kopfzerbrechen mache der Nördliche Kammmolch (Triturus cristatus), der sich in diesem Gebiet angesiedelt haben soll, so Festersen. Anwohner hätten diesen zur Familie der Salamander gehörenden Molch gesichtet.

Der Kammmolch ist von Westfrankreich und den Britischen Inseln über ganz Mitteleuropa bis nach Westrussland verbreitet und jetzt soll er sich auch in Ofenerdiek aufhalten. Allerdings versteckt er sich bei den derzeitigen Temperaturen in Mauerspalten und wird sich sicher erst wieder herauswagen, wenn die Sonne öfters scheint. „Dann werden wir einen Gutachter beauftragen, der sich dem vermeintlichen kleinen Molch annimmt“, gibt Festersen sein Wort. Der Fachmann wird eine Expertise erstellen, ob der kleine Nacktschneckenfresser sich einen Lebensraum in Ofenerdiek geschaffen hat und wie weiter vorzugehen ist.


Die Anregungen und Einwendungen von diesem Abend sind von Katrin Beckmann protokolliert worden Sie werden überprüft und den Fachausschüssen des Stadtrates zur Entscheidung vorgelegt. Später wird der überarbeitete Bebauungsplan vier Wochen öffentlich ausgelegt. Innerhalb dieser Frist können weitere Anregungen vorgebracht werden, bis der Rat über die Satzung entscheidet und sie veröffentlicht wird. Erst dann ist der Bebauungsplan rechtskräftig. „Alles in allem ist darüber schnell ein Jahr vergangen“, so Festersen.

Schlechter Zustand

Der Vorsitzende des Bürgervereins Ofenerdiek, Hans-Gerd Tapke, nahm die Gelegenheit wahr, auf den schlechten Zustand des Bardieksweges hinzuweisen. Seiner Meinung nach würde die Beschaffenheit der Straße durch die Baufahrzeuge vermehrt belastet werden und der Status sich nicht verbessern. Festersen verwies auf das Straßenbauamt.

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