STEINKIMMEN - Die Erleichterung war deutlich spürbar im Seminarraum des Jugendhofes Steinkimmen: 104 Unterrichtsstunden lagen hinter den zehn Frauen, die sich zu Hospizbegleiterinnen ausbilden lassen hatten, an etlichen Abenden und Wochenenden beschäftigten sie sich intensiv mit dem sehr belastenden Themenbereich Sterben, Tod und Trauer.
Nun aber bestand Grund zur Freude, auch bei Chris Peikert-Baramsky, der Vorsitzenden des Hospizkreises Ganderkesee, die den Teilnehmerinnen am Sonnabend ihre Zertifikate überreichte. Die Ausbildung ist abgeschlossen, die Frauen können ihre Erfahrungen jetzt in der ehrenamtlichen Hospizarbeit einsetzen.
Absolviert und bestanden haben den Kursus Ute Baechler, Heike Böttjer, Eva Hallberg, Jutta Kniesel, Reingard Kruse, Sabine Lau, Regina Logemann, Sylvia Meinerling, Petra Oetken und Brigitte Schöler. Es habe „Ehrlichkeit, Vertrauen und Mut erfordert, sich auf manche Dinge einzulassen“, blickte Peikert-Baramsky zurück. Beeindruckt hätten sie vor allem die Wochenenden.
Die Kursteilnehmerinnen brachten auch eigene Erfahrungen mit Abschieds- und Verlust-Situationen ein. Diese seien behutsam aufgearbeitet und mit dem Wissen um die Bedürfnisse und Erfordernisse bei der Begleitung sterbenskranker Menschen und ihrer Angehörigen ergänzt worden, teilte die Hospizkreis-Vorsitzende mit.
Zum Gelingen des Kurses gehörten aber auch „sensible und einfühlsame Seminarleiterinnen“: Linda Bahr, Koordinatorin des Hospizkreises, wurde dabei unterstützt durch die Referenten und Referentinnen Monika Urban-Schinnerer, Heinz Gronewold, Hanna Otter-Sandstedt, Christine Eilers, Christine Stockstrom, Christa Lang, Helga Schwinn-Roth, Wolfgang Reiter sowie Chris und Udo Baramsky.
Der Hospizkreis Ganderkesee kann die Verstärkung gut gebrauchen: „Der Bedarf an Ehrenamtlichen im ambulanten Dienst ist stark gestiegen“, sagte Chris Peikert-Baramsky. Das hänge zusammen mit dem noch wachsenden Bekanntheitsgrad des Hospizkreises, der jetzt zudem in der Gemeinde Hude aktiv ist. „Auch die Trauerarbeit bindet viele Kräfte.“ Ende Oktober wird es noch einen „integrativen Seminartag“ geben, bei dem die neu ausgebildeten Hospizbegleiterinnen sich mit den erfahrenen Kräften austauschen können.
