STEINKIMMEN - Am Ostersonnabend wird gefeiert. Der Betrieb wurde 1932 gegründet.
von Thorsten Konkel
STEINKIMMEN - Am kommenden Osterwochenende feiert das landwirtschaftliche Lohnunternehmen Horst Osterloh sein 75-jähriges Bestehen mit einem Tag der offenen Tür. Viel verändert hat sich in der Landwirtschaft, seit das Landwirtepaar Karl und Gesine Osterloh den Betrieb 1932 in Steinkimmen gründete.„In den 30er Jahren mussten meine Eltern das Land vor seiner Nutzung erst noch urbar machen“, berichtet Horst Osterloh, der die Firma 1963 gemeinsam mit seiner Frau Liesel von den Eltern übernommen hat.
Seitdem hat die Familie Osterloh, mittlerweile schon in dritter Generation tätig, das Unternehmen und seine Dienstleistungen stetig ausgebaut. „Von der Saat bis zur Ernte“ umfasst das Dienstleistungsangebot inzwischen nahezu alle in der Landwirtschaft anfallenden Arbeiten. Umfangreich ist auch der Fuhrpark: Der Betrieb verfügt über 45 Spezialfahrzeuge wie den „Manitou“, eine Mischung aus Radlader und Gabelstapler.
Am Ostersonnabend können Besucher in der Zeit von 13 bis 18 Uhr alle Schlepper, Anhänger und sonstige Maschinen besichtigen. Dazu gehört natürlich auch die erste Dreschmaschine, mit der das Lohnunternehmen einst arbeitete. Einen zusätzlichen Anreiz, der Firma am Jugendhof 22 einen Besuch mit der ganzen Familie abzustatten, bietet das bunte Unterhaltungsprogramm, das auch den Blick aus einer Autokrangondel umfasst. „Aus 50 Metern Höhe wird so eine hervorragende Übersicht über Steinkimmen möglich sein“, kündigte Horst Osterloh an.
Die Landwirtschaft hat der Unternehmer über die Jahre hinweg beibehalten. Zwar hat er die Haltung von Milchvieh aufgegeben, nicht aber die Schweinemast: An die 550 Stück Borstenvieh tummeln sich im Stall. Auch am Ackerbau hat der 65-Jährige festgehalten. Zusammen sind es etwa 80 Hektar, um die sich der Landwirt kümmert. In einem Umkreis von rund 30 Kilometern baut er neben Mais und Raps etliche Getreidesorten an. Er kennt nicht nur die Früchte auf seinen Feldern in und auswendig. Selbst das Unkraut am Feldrand weiß er zu benennen. Dabei ist sein Motto: „Mit Blick in die Zukunft säen wir mit Hoffnung und ernten mit Dank.“
Auch die dritte Generation ist auf dem Agrarsektor aktiv und führt den Betrieb „Osterloh“ weiter: Die Töchter Elke Cordes (42) und Ute Weyhausen (40) haben sich zusätzlich mit Betrieben selbstständig gemacht. Elke Cordes führt ein Speditionsunternehmen und hat sich auf die Bereiche Entsorgung und Futtermitteltransporte spezialisiert. Die Transporte werden in ganz Deutschland mit Containern und Sattelzügen durchgeführt. Statt Diesel setzt sie der Umwelt zuliebe auf Rapsöl. Tochter Ute Weyhausen betreut Putenmäster, bietet Puten-Eintagsküken an und vertreibt Produkte zur geruchsarmen Schnellkompostierung von biologischen Abfällen aus Landwirtschaft und Industrie.
