STEINKIMMEN - „Biogas ist viel zu schade, um daraus Strom zu machen.“ – Davon ist Dr. Volker Schulz-Berendt (Promethane, Ganderkesee) überzeugt. Wohin die Reise stattdessen gehen könnte, das ist eine von vielen Fragen, denen der Jugendhof Steinkimmen mit Eintagesseminaren zum Thema Biogas nachgeht. Veranstaltung Nummer eins widmete sich am Freitag dem Schwerpunkt „Ertragssteigerung von Biogasanlagen“. 20 Interessierte nahmen teil.

Gerade vor dem Hintergrund steigender Substratpreise komme der Ertragssteigerung eine wichtige Rolle zu, sagten Helge Möhlenpage (Littel) und Hinrich Meyer (Sandkrug). Am Freitag wurde beispielsweise beleuchtet, wie Gasverluste bei Biogasanlagen erkannt und vermieden werden können.

Die Eintagesseminare seien keine Wissenschafts-, sonder Praxisseminare, stellte Mitorganisator Schulz-Berendt klar. Mit der Resonanz sei er zufrieden, das sei Ansporn für ein Fortsetzen. Im Herbst werde es bei Veranstaltung Nummer zwei unter anderem um Möglichkeiten der Pflanzenproduktion und die Verwendung des Gär-Restes gehen.

Und wohin geht nun die Reise beim Biogas? Seiner Ansicht nach, so Schulz-Berendt, liege die Zukunft in der Nutzung als Erdgas und im Ersetzen von Grundstoffen für die chemische Industrie.