STEINKIMMEN - STEINKIMMEN - Als „erstes Zeichen für einen neuen Jugendhof“ haben gestern Jugendhofsleiter Otmar Gad und seine frühere pädagogische Mitarbeiterin Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck das „gender institut hamburg steinkimmen oldenburg“ vorgestellt. Es wird sich mit der Rollenfindung von Mann und Frau beschäftigen und damit u. a. einer Aufforderung der Europäischen Union nachkommen, die unter dem Begriff „Gender Mainstreaming“ rechtsverbindliche Qualifikationen von allen Unternehmen und Einrichtungen fordert, die EU-Fördermittel begehren.

Dr. Corinna Voigt-Kehlenbeck (46) hat sich eigenen Angaben zufolge bereits vor vielen Jahren als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Freien Universität Berlin mit der Geschlechter-Thematik beschäftigt und gehört heute zu den führenden Experten auf dem Gebiet des „Gender Mainstreaming“. Sie geht davon aus, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit auch die Rolle der Geschlechter zu den „ganz großen“ Zukunftsthemen gehören wird – schon deshalb, weil sich die Frauen nicht länger vom Arbeitsmarkt verdrängen ließen und Fragen wie die nach Kinderversorgung und Haushaltsarbeit deshalb ganz neu zu beantworten seien.

Das „gender institut“ arbeitet mit Büros in Hamburg und Oldenburg und dem Jugendhof als Veranstaltungsort. Das Büro Hamburg leitet Voigt-Kehlenbeck selbst, in Oldenburg sitzt als freier Mitarbeiter Joachim Glatzel von „pro Familia“, in München ein weiterer freier Mitarbeiter. Hauptzielgruppe sind Unternehmen und soziale Einrichtungen, für die das Institut Seminare im Jugendhof oder auch so genannte „Inhouse-Seminare“ (Seminare in den Räumen des Kunden) anbietet. Aber auch Informationsveranstaltungen zum Gender Mainstreaming, Qualifizierung pädagogischen Personals, Förderkurse für Jungen und Fortbildungskurse für Lehrkräfte stehen auf dem Programm. „Dabei geht es uns auch darum“, wie Gad und Voigt-Kehlenbeck betonten, „die jahrelang gesammelten Erfahrungen im Jugendhof auszuwerten und die dort entwickelte Fachkompetenz auszuweiten.“

Laut Gad soll die Instituts-Gründung dem Jugendhof neue Chancen durch eine „Auslastung von außen“ bringen. Der Jugendhof arbeite hier „auf Anfrage“ und mit Drittmitteln und könne so besser auf den Bedarf reagieren. Das Institut steigere den Bekanntheitsgrad in der Fachwelt und bringe „Lebens ins Haus“. Insofern sei das Institut für ihn „ein Modell für unsere Zukunft“.

Mehr Infos unter www.gender-institut.de