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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Steinhoff mit Verlust in Milliardenhöhe

09.05.2019

Stellenbosch /Westerstede Was lange währt, wird endlich gut: Zumindest für den im Zuge eines Bilanzskandals schwer angeschlagenen Möbelkonzern Steinhoff gilt das nicht. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch legte das südafrikanisch-deutsche Unternehmen nach monatelangen Verzögerungen seine Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vor und musste einen hohen Verlust bekanntgeben.

Unterm Strich schloss der Möbelkonzern, dessen Wurzeln in Westerstede liegen, das Jahr 2017 mit einem operativen Verlust von 3,7 Milliarden Euro ab. 2016 hatte Steinhoff noch ein operatives Ergebnis von 278 Millionen Euro erreicht. Zwar stieg der Umsatz den Angaben zufolge von 16,1 Milliarden Euro auf 18,8 Milliarden Euro. Dies war jedoch vor allem auf die Übernahmen des US-Matratzenherstellers Mattress Firm und der britischen Billighandelskette Poundland zurückzuführen.

Auch der Steinhoff-Ausblick fällt alles andere als rosig aus: Für 2018 und 2019 rechnet der Konzern mit einem Umsatzrückgang. Als Grund nannte das Unternehmen den Verkauf von Vermögenswerten, mehr Wettbewerb und ein schwächeres Handelsumfeld. Die Geschäftszahlen für 2018 will Steinhoff am 18. Juni bekanntgeben.

An der Börse sorgten die veröffentlichten Geschäftszahlen für 2017 am Donnerstag für einige Turbulenzen. Nachdem der Aktienkurs des im SDax-notierten Konzerns zum Handelsstart zunächst überraschend anstieg, gab er im Tagesverlauf deutlich nach und lag zwischenzeitlich um rund zwölf Prozent im Minus bei rund elf Cent.

Bekannt geworden waren die Bilanzunregelmäßigkeiten bei Steinhoff im Dezember 2017. Der Aktienkurs stürzte daraufhin ab, Konzernchef Markus Jooste trat zurück. Wie aus einem kürzlich vorgelegten Untersuchungsbericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC hervorgeht, soll „eine kleine Gruppe“ von Topmanagern über Jahre hinweg systematisch Scheingeschäfte generiert haben, um in großem Stil die Bilanz aufzublähen. Die fragwürdigen Buchungen zwischen 2009 und 2017 haben demnach ein Volumen von 6,5 Milliarden Euro. Sowohl in Südafrika als auch seitens der Staatsanwaltschaft Oldenburg laufen juristische Ermittlungen.

Lesen Sie auch: Steinhoff-Affäre – Mehrere Verdächtige im Oldenburger Land, NWZ-Artikel vom 21. März 2019

„Kleine Gruppe“ hinter Steinhoff-Manipulationen, NWZ-Artikel vom 20. März 2019

Jörg Schürmeyer Redakteur / Wirtschaftsredaktion
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