STENUM - „Stimmt’s oder stimmt’s nicht? Ernährungsmythen unter der Lupe“: Unter diesem Motto stand der Vortrag der Diplom-Ökotrophologin Gudrun Göppert. Sie war auf Einladung des Landfrauenvereins Ganderkesee in das Landidyll-Hotel Backenköhler gekommen. Dabei räumte sie mit diversen Vorurteilen auf.

Und gleich zu Beginn widerlegte sie die Behauptung, dass Spinat Eisenlieferant Nummer eins ist. Er liefere nur vergleichsweise viel Eisen, „ist aber weit von früheren Annahmen entfernt“. Da wurde nämlich Pulver untersucht.

Sind Spinat und andere Gemüse- sowie Obstsorten denn nicht mehr so nährstoffreich wie früher? Ein Trugschluss. Hier werde seitens der Industrie gezielt Stimmung gemacht, so die Ökotrophologin. Dennoch hänge viel von der Lagerung im Haushalt ab. „Macht man hier einen Fehler, verliert zum Beispiel Kopfsalat binnen drei Tagen 90 Prozent des Vitamin-C-Gehalts.“

Wer morgens gerne mit einem Ei und Kaffee in den Tag startet, muss nicht zwangsläufig negative Folgen für seine Gesundheit befürchten. Kaffee habe keine entwässernde Wirkung. „Allerdings sollte man auch nicht mehr als drei bis vier Tassen pro Tag trinken“, rät Gudrun Göppert. Ein Ei zum Frühstück erhöhe auch nicht gleich den Cholesterinspiegel. Das verhindere ein Regelsystem im Körper.

„Abends essen macht dick“ – hier gehen die Meinungen auseinander. „Wenn man zu viel isst, ist es egal, ob das um 12 oder um 0 Uhr geschieht. Aber jeder muss seine eigenen Erfahrungen machen“, sagt die Ökotrophologin.


Anschließend hielt Marlene Scholz, Vertrauensfrau des Landfrauenvereins, einen Bildervortrag über die geplante Reise nach Bornholm. Zudem konnten sich die Anwesenden auf dem Markt für Hobbykünstler mit Osterware und weiteren Produkten eindecken.