STENUM - Stenums Orthopädieklinik plant einen neuerlichen Kraftakt. In einem Anbau will sie verwirklichen, was sie schon einmal hatte – eine eigene Sterilisations-(Steri-)Abteilung. Warum, das erläuterten der Ärztliche Direktor Dr. Hans-Georg Zechel und Verwaltungs-Chef Fredo Garbade am Freitag zwei Gästen: Dr. Christine Hawighorst, Staatssekretärin im Niedersächsischen Sozialministerium, und MdL Ansgar Focke (CDU) waren gekommen, um sich zu informieren – auch über aktuelle Wünsche.

„Da droht Ihnen ein Förderantrag“, beschrieb Garbade schmunzelnd das Steri-Projekt seines Hauses. Der Hintergrund: Mit dem Ausbau des OP-Bereichs war die Steri-Abteilung 2005 ausgegliedert werden. Seither werden Stenums Instrumente in Kooperation mit einem Oldenburger Krankenhaus sterilisiert. Doch das Hin- und Herfahren sei – gerade bei immer teureren Instrumenten – nicht das Nonplusultra, sagte Garbade und verwies beispielhaft auf mögliche Probleme im Winter.

Darüber hinaus streifte Garbade weitere Vorhaben – wie etwa die Sanierung bzw. Modernisierung von Patientenzimmern. Die Staatssekretärin sagte, dass ihr Haus bei entsprechenden Förderanträgen ein Strukturkonzept erwarte. Beim Steri-Projekt sei gegebenenfalls eine isolierte Förderung denkbar.

Zuvor hatten Zechel, Garbade und Plegedirektorin Kirsten Stender das Stenumer Haus vorgestellt. Erfreut nahm Hawighorst die Worte Zechels zur Kenntnis, dass man sich „wie ein mittelständisches Unternehmen“ sehe – „überschaubar, schnuckelig, klein“ – und flexibel.

Was Initiativen der Klinik angeht, hob Garbade beispielhaft auf den Einstieg in integrierte Versorgungsverträge (Klinik- und Reha-Versorgung in einem Paket) ab, auf das in Stenum eingeführte Joint Care-System (bei dem der Patient als Partner gesehen wird) – und auf die Auslands-Aktivitäten. Die Behandlung von Patienten aus dem Ausland sei für deutsche Krankenhäuser wegen ihrer hohen Standards „eine Riesen-Chance“, zeigte sich Zechel überzeugt. Auch plädierte er für ein verstärkte Einbeziehen von (hinzugerufenen) Konsiliar-Fachärzten.


Die Staatssekretärin bescheinigte der Orthopädie-Klinik schließlich „ein überzeugendes Konzept“. „Sie sind sehr innovativ hier.“