STENUM - Die Fachklinik für Orthopädie in Stenum ist für die Herausforderungen der Zukunft insgesamt gut aufgestellt. Das ist die Botschaft des Vereins „Krankenhaus Stenum e.V.“, der am Freitagabend zur Mitgliederversammlung geladen hatte, um die Jahresrechnung 2008 zu verabschieden.

Überschuss erwirtschaftet

Nach zwei verlustreichen Jahren mit Fehlbeträgen von 60 000 bzw. 396 000 Euro wurde zuletzt ein positives Jahresergebnis von 322 000 Euro erreicht. Dazu hat beigetragen, dass aus dem laufenden Krankenhausbetrieb erstmalig ein Erlös von deutlich mehr als zwölf Millionen Euro erwirtschaftet werden konnte. Bei einer Bilanzsumme von 8,8 Millionen Euro ist das Eigenkapital auf zwei Millionen Euro gestiegen. Die Eigenkapitalquote von 23,3 Prozent ist nach Angaben des Wirtschaftsprüfers für Krankenhäuser ungewöhnlich hoch.

Verwaltungschef Fredo Garbade wies in seinem Jahresbericht darauf hin, dass der „Spagat zwischen Aufwand und Erlösen“ ausgesprochen schwierig zu bewerkstelligen sei. Nach sehr komplizierten Budgetverhandlungen bleibe abzuwarten, wie die neue Bundesregierung die gesundheitspolitischen Weichen stellen werde. Er befürchte eine weitere Deckung, sagte Garbade.

Die Einnahmeverbesserung ist ganz wesentlich auf die Behandlung ausländischer Patienten zurückzuführen. Die Fallzahlen außerhalb des von den Krankenkassen festgelegten Budgets wurden seit 2004 auf 343 mehr als verdreifacht. Insgesamt sind laut Garbade in den vergangenen zehn Jahren in Stenum 930 ausländische Patienten behandelt worden, darunter 700 US-Amerikaner.


Kontinuität in der Leitung

Geregelt werden konnte die Nachfolge für den Ärztlichen Direktor Hans Georg Zechel. Am 1. Oktober wird Privatdozent Dr. Frank Hinrichs in die Klinikleitung mit einsteigen und sie spätestens zum 1. Januar 2013 allein übernehmen. „Wir hoffen, dass wir mit diesem Konzept die Werte, für die Stenum bekannt ist, erhalten“, sagte Zechel.

Die Fachklinik verfügt über 61 Planbetten. Aufgrund verringerter Verweildauer der Patienten sank die Auslastung um zwölf Prozent. Neben den 343 ausländischen Patienten wurden 2171 Versicherte deutscher Krankenkassen behandelt.