STENUM - Feiern ohne Anzug und Krawatte, möglichst in Jeans – das liegt nach Einschätzung von Cerstin und Uwe Vosteen im Trend. Dem entsprechend, werde für runde Geburtstage, für Hochzeitsjubiläen oder Polterabende vermehrt eine „rustikale Atmosphäre“ gewünscht. Diesem Wunsch tragen die beiden Geschäftsführer vom Landidyll-Hotel Backenköhler jetzt Rechnung: In einem neuen Anbau entsteht die „Köhlerdiele“. Am Montagabend wurde Richtfest gefeiert.
Mit dieser Diele kehre das Hotel Backenköhler ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurück, meinte das Gastronomen-Ehepaar. Denn die 174-jährige Geschichte des Hauses am Stenumer Wald „begann mit Holzverkäufen, Schluck und Bier.“
Um den Anbau im Westbereich zu ermöglichen, wurde eine der beiden Kegelbahnen umgebaut. Darüber hinaus entstand ein 7,50 mal 16 Meter großer Anbau.
Durch Stalltür teilbar
Insgesamt verfüge die Köhlerdiele mithin über eine Fläche von etwa 250 Quadratmetern, sagte Uwe Vosteen. Hier könnten später Gesellschaften mit bis zu 130 Personen feiern. Weil der Raum durch eine Stalltür teilbar sein wird, seien aber auch Feiern von Gruppen mit etwa 60 Personen möglich.
Um das gewünschte „rustikale Ambiente“ zu schaffen, greifen die Eheleute auf eine schwere Deko zurück: Geschälte Baumstämme werden an der Decke und an den Wänden angebracht. Rauh bearbeitetes Holz – das habe es wohl auch zu Zeiten von Johann Harm Backenköhler anno 1835 in den Räumlichkeiten gegeben, vermuten die Eheleute Vosteen.
Die Arbeiten auf der Baustelle gehen nach Informationen von Uwe Vosteen gut voran, in Kürze würden die Fenster eingebaut. Er rechne mit der Fertigstellung zum 9. Januar. Schon jetzt lägen viele Reservierungen für die Köhlerdiele vor.
„Einige“ neue Arbeitsplätze
Mit der Inbetriebnahme würden „einige“ neue Arbeitsplätze geschaffen, merkten die beiden Geschäftsführer an. Die Richtfest-Zeremonie am Montag wurde gestaltet von den Zimmerleuten Heiko Posegga, Kai-Uwe Schwarting und Ulrich Schulte.
