STENUM - Die klassischen „Obst- und Gemüsemuffel“ hatte Referentin Frauke Holzschuher am Dienstag nun wirklich nicht vor sich: „Die sind nämlich meistens jung und männlich“, verkündete die Diplom-Ökotrophologin am Dienstag während ihres Vortrages bei den Ganderkeseer Landfrauen im Hotel Backenköhler in Stenum. Dort berichtete sie darüber, warum es wichtig ist, möglichst fünf mal am Tag Obst und Gemüse sowie Milch zu sich zu nehmen.
„Eigentlich wissen wir ja alle, dass diese Dinge gesund für uns sind“, begann die Referentin, die für die in Oldenburg ansässige Landesvereinigung Milchwirtschaft, den niedersächsischen Dachverband dieser Branche, tätig ist. Trotzdem, so schilderte sie, seien uns die Menschen in den südeuropäischen Ländern in Sachen Obst- und Gemüseverzehr weit voraus. „Und die mediterrane Kost beugt nachweislich wesentlich besser gegen Herz-Kreislauf-Krankheiten und dergleichen vor, als die durchschnittliche Ernährungsweise bei uns.“ Und Holzschuher ließ Zahlen sprechen, denen zufolge im Jahr 1995 jeder Deutsche durchschnittlich 73 Kilogramm Gemüse verzehrt hat, während es bei Südeuropäern 200 Kilogramm pro Person waren. Im Jahr 2005 hatte sich der deutsche Gemüseverzehr zwar leicht gesteigert (86 Kilogramm pro Jahr), „aber das sind gerade einmal 237 Gramm am Tag, also eine Beilage zum Mittagessen“.
Dass die fünf kleinen Mahlzeiten nicht nur immer aus einem Apfel und einem Glas Milch bestehen müssen, machte Frauke Holzschuher natürlich auch klar: „Das kann ein Milchmixgetränk aus Buttermilch und Obst sein, sie können ein Käsebrot mit Tomate essen oder Quark mit Früchten.“
Und damit die Landfrauen gleich vor Ort die erste Obst- und Gemüseportion zu sich nehmen konnten, hatte die Referentin gemeinsam mit ihrer Kollegin Anja Holke ein Getränk aus Buttermilch, Sauerkirschnektar, Kokossirup, Vanillezucker und Sahne zubereitet. So kam bei allen theoretischen Informationen über Vitamine, Ballaststoffe, Mineralstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe an diesem Nachmittag auch der praktische Teil nicht zu kurz.
