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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

LEBENSLÄUFE: Stets offen für Neues geblieben

04.03.2008

OLDENBURG Das Büro von Harry Lukas im Haus Staulinie 16 bietet schöne Aussichten auf prächtige Bäume und das Treiben an Oldenburgs Fußgängerzone. Die lichte Fensterfront vermittelt Offenheit dem Geschehen da draußen gegenüber. Genau richtig für Lukas. „Offenheit“, meint der 64-Jährige, sei in all den Jahrzehnten wohl eine seiner wichtigsten Tugenden gewesen. Als Leiter der Marketingabteilung hat er das Bild der Landessparkasse zu Oldenburg (LzO) in starkem Maße mitgeprägt. Nach 48 Jahren in Diensten der LzO geht Harry Lukas jetzt in den Ruhestand.

Dieser Senior der Oldenburger „Public Relations“ weiß ungewöhnlich gut, wovon er spricht. Er hatte 1960 zunächst eine Lehre als Bank- und Sparkassenkaufmann gemacht, alle Facetten des Geschäfts von der Pike auf kennen gelernt, Berufserfahrungen gesammelt und sich 1971 über die Deutsche Sparkassen-Akademie in Bonn, wo er mit einer besonderen Auszeichnung Dipl.-Sparkassen-Betriebswirt wurde, für Führungsaufgaben qualifiziert. Lukas wurde Ausbildungsleiter. Er führte für den Sparkassen-Nachwuchs manche Neuheit ein, darunter den heute selbstverständlichen Blockunterricht in der Berufsschule.

Diese Zeit mit den jungen Menschen lag ihm besonders. Kein Wunder: Harry Lukas war eben „offen für vieles“. Noch heute hört er neben klassischer Musik und Jazz gern auch Rock-Klassiker wie die Rolling Stones und Elvis Presley. Die Nachwuchs-Führungskraft war damals mit einem Stipendium mehrere Monate in London – mit Folgen. Für England und seine Bewohner, die auch über sich selbst lachen können, hegt er bis heute besondere Sympathie (wie auch für Italien).

Lukas leitete nach der Ausbildung die Abteilung Individualkunden. Er war „rechte Hand“ des Vorstands und „Mädchen für alles“, wie er selber sagt, bevor er 1975 zudem Pressesprecher und 1980 schließlich Leiter der gesamten Unternehmenskommunikation wurde. Diverse Marketing-Innovationen gingen auf sein Konto, einschließlich der ersten LzO-Homepage im Internet, denn Lukas war auch für Produkte, Preise und die Zusammenarbeit im Sparkassenverbund zuständig. Heute ist der Internetauftritt die meistbesuchte Filiale, wie Vorstandsvorsitzender Martin Grapentin kürzlich sagte.

Sechs Vorstandsvorsitzende hat der Marketing-Chef seit seinem Berufsstart 1960 bei der LzO erlebt, und mit vieren – vor Martin Grapentin waren es Wilfried Barnstedt, Dieter Schlecht und Dr. Otto Kleibl – hat er eng zusammengearbeitet. Ein Höhepunkt war 1986 die Gesamtkoordination der 200-Jahr-Feier der oldenburgischen Großsparkasse. Zu den Stargästen zählte der Bundesfinanzminister Gerhard Stoltenberg. An Stelle einer Jubiläumsschrift wurde damals das Standardwerk „200 Jahre Malerei im Oldenburger Land“ aufgelegt. Lukas war der Lektor. Kunst und Musik zogen den 64-Jährigen in fast fünf Jahrzehnten zunehmend in ihren Bann.

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Dass er auch Ehrenämter in diesem Bereich übernahm, war deshalb nicht nur Pflicht. Der Kommunikator mit den markanten kurzen Haaren ist vielseitig interessiert und hat einiges zu sagen. Vor Langeweile im Ruhestand hat der gebürtige Schlesier deshalb keine Bange. Er wird weiter an seinen Sprachkenntnissen (Englisch/Italienisch) arbeiten und wohl „zur Uni“ gehen. Im Vorlesungsverzeichnis hat er schon geblättert.

Nicht ausschließen will er auch weiteres ehrenamtliches Engagement. Schließlich hat er in den 62 Jahren, die seit seiner Ankunft als Flüchtlingskind vergangen sind, in Oldenburg „jeden Winkel, jeden Hinterhof“ kennen gelernt. Gern wäre er übrigens auch Journalist geworden.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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