NWZ
. Vorgänge wie in Bremerhaven, wo nach Medienberichten wegen Arbeitsüberlastungen Steuererklärungen ohne nähere Betrachtung entsprochen wurde, gebe es nicht. Zudem stehe das hiesige Amt bei der Bearbeitungszeit für Steuererklärungen im Vergleich zu anderen Behörden „sehr gut“ da, sagte Kläne. Der Sprecher reagierte damit auf die Kritik einesNWZ
-Lesers, der gegenüber der Reaktion monierte, dass er bereits seit drei Monaten auf den Steuerbescheid warte. Der Mann führte das darauf zurück, dass er „eine nicht unbeträchtliche Rückzahlung“ zu erwarten habe.Kläne verwies zunächst darauf, dass es bei der Bearbeitung unter anderem auf die Art der Erklärung ankomme. Bei Unternehmens-Erklärungen rangiere die Bandbreite „vom Kioskbesitzer bis zur EWE“. Eine durchschnittliche Bearbeitungszeit abzuleiten, ergebe daher keinen Sinn. Bei der überwiegenden Mehrzahl – 40 000 Steuererklärungen pro Jahr kommen von Arbeitnehmern – habe man 2010 mehr als die Hälfte in weniger als 30 Tagen bearbeiten, 90 Prozent in weniger als 45 Tagen. Aktuell hätten die Mitarbeite der Behörde am Montag die Steuererklärungen vom 16. Juni bearbeitet, die auf elektronischem Weg eingereicht wurden. Bei den in Papierform eingereichten Erklärungen habe man den 31. Mai erreicht. Verzögerungen würden sich in der Regel dadurch erklären lassen, dass das Finanzamt zusätzliche Unterlagen anfordern müsse.
Kläne ergänzte, dass einige von einem PC als „risikoarm“ erkannte Erklärungen ohne Prüfung durchlaufen – „aber auch hier gibt es eine näher zu prüfende Zufallsauswahl“.
