Edewecht - Der Rat der Gemeinde Edewecht hat in seiner jüngsten Sitzung am Montagabend einstimmig beschlossen bei den Eltern in der Gemeinde ein Stimmungsbild in Sachen Integrierte Gesamtschule (IGS) einzuholen.

Der Beschluss sieht allerdings noch keine umfassende Befragung der Eltern vor. Stattdessen sollen zunächst die Elternvertreter der Grundschuljahrgänge eins bis vier der Edewechter Grundschulen eingebunden werden, um bis nach den Herbstferien eine „aussagekräftige Rückmeldung aus der Elternschaft“ zu bekommen. Die Ergebnisse sollen in einer Schulausschusssitzung im November vorgestellt werden.

Sowohl die SPD als auch die CDU ließen durchblicken, dass für sie der Elternwille an erster Stelle stehe. Freia Taeger (SPD) wies aber auch noch einmal darauf hin, dass die Auslastung der Schulgebäude aktuell nahezu perfekt sei, weshalb es vermessen sei, „einfach ein Tohuwabohu“ zu veranstalten. Auch die Vertreter der Schulen sollten miteinbezogen werden.

Jörg Brunßen (CDU) äußerte sich ähnlich. Die Oberschule gebe es gerade einmal ein paar Jahre. Die Frage sei, ob schon wieder eine neue Schulform notwendig sei. Nichtsdestotrotz solle ein erstes Stimmungsbild bei den Eltern eingeholt werden.

Beschlossen wurden in der gleichen Sitzung auch die Gründung eines rechtlich unselbstständigen Eigenbetriebs „Immobilienbetrieb für den Pflegeservice Edewecht“, der ausgestattet mit einem Stammkapital von 100 000 Euro, mit dem Ersatzneubau für das Alten- und Pflegeheim betraut werden soll. Bei der Abstimmung gab es zwei Enthaltungen.


Thema war auch der Breitbandausbau im Gemeindegebiet. Im Haushaltsplan 2015 stehen bereits 120 000 Euro für den Ausbau schnellen Internets zur Verfügung. Beschlossen wurde mit einer Enthaltung nahezu einstimmig, dass im Zusammenhang mit der Maßnahme „Breitbandausbau im Landkreis Ammerland“ in den Jahren 2015 bis 2018 insgesamt bis zu 420 000 Euro bereitgestellt werden sollen.