STOLLHAMM - Der Bürgerverein Stollhamm will bei der Suche nach einem neuen Betreiber der zum 31. Dezember geschlossenen Gaststätte „Huus an'n Siel“ helfen und diesen nach Kräften unterstützen. Ein lebendiges Dorf benötige einen Mittelpunkt. Dieser Mittelpunkt sei bisher immer das Huus an'n Siel gewesen und das soll es nach dem Willen des Bürgervereins in Zukunft auch wieder sein. Der jetzige Zustand ist, so Bürgervereinsvorsitzender Enno Rennies wörtlich, „eine Katastrophe“.

Zwar könne der Verein weiterhin auf den Saal zurückgreifen, allerdings sei eine Gaststätte im Dorf kaum zu ersetzen, sagte Rennies während der Jahreshauptversammlung. Alle Stollhammer hofften auf eine schnelle Lösung des Problems.

Über zahlreiche Aktivitäten berichteten die Vorstandsmitglieder des Stollhammer Bürgervereins im voll besetzten und gut geheizten Saal des Huus an'n Siel.

So nahmen an den vom Verein organisierten Theaterfahrten rund 450 Mitfahrer teil. Gemeinsam mit der Feuerwehr wurden zwei Blutspendetermine angeboten. Beim Termin im Sommer gab es mit fast 100 Blutspendern ein Rekordergebnis.

Der Bürgerverein veranstaltete auch eine gemeinsame Fahrradtour zum Freilichttheater nach Rodenkirchen, einen Diskussionsabend mit den Stollhammer Ratsmitgliedern sowie eine Ferienpaßaktion und eine Tagesfahrt zum Weihnachtsmarkt Emden.


Einer der Höhepunkte 2009 war das Osterfeuer, das von rund 70 Helfern vorbereitet und am Ostersonntag vor den Augen zahlreicher Zuschauer abgebrannt wurde.

Gelobt wurde auch der neue Osterfeuerplatz in Beckmannsfeld, der zwar etwas außerhalb des Dorfes liege, dafür aber befestigt sei und dem Bürgerverein auf lange Sicht zur Verfügung stehe.

Ebenfalls sehr gut besucht war die „Gute-Laune-Party“, bei der Mitglieder der Bürgervereine Stollhamm und Augustgroden ausgelassen bis in die frühen Morgenstunden tanzten. Hinsichtlich der Beteiligung an der Weihnachtsfeier hofft der Vorstand künftig auf größere Resonanz.

Besonders engagiert zeigen sich die Vereinsmitglieder, wenn es um die Verschönerung des Dorfes geht. So wurden Grünanlagen angelegt und gepflegt. Unter anderem wurden 5000 Narzissen gepflanzt. Ebenso kümmerten sich Mitglieder um die Weihnachtsbeleuchtung und beschafften neue Fahnen, um das Dorf bei besonderen Anlässen zu schmücken.

Der 1. Vorsitzende des Vereins, Enno Rennies, ehrte Anke Diekmann für ihre 25-jährige Mitgliedschaft. Jan-Wilhelm Cornelius erhielt das goldene Ehrenabzeichen für 40 Jahre Treue zum Bürgerverein.

Für das Jahr 2010 hat sich der Bürgerverein eine Menge vorgenommen. So sollen die altbewährten Veranstaltungen erneut durchgeführt werden. Die Theatergruppe feiert in ihrer jetzigen Zusammensetzung das zehnjährige Bestehen. Außerdem sollen im Laufe des Jahres Pläne für eine Eislaufbahn geschmiedet werden.