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Gastronomie Neuer Start mit einer regionalen Küche

Rolf Bultmann

STOLLHAMM - Nach diesmal nur zweimonatiger Schließung wird die traditionsreiche Gaststätte „Huus an’n Siel“ in Stollhamm am 2. Dezember wiedereröffnet. Neuer Pächter ist der 60-jährige Otmar Goll aus Jaderberg. Er wird das Gasthaus insbesondere im Restaurantbereich mit der Unterstützung des neuen Küchenchefs Manfred Frerichs mit einem geänderten Konzept betreiben.

Sein intensives Bemühen, schnell einen Nachfolger für das Ehepaar Kraft zu finden, das nach nur sechsmonatigem Betrieb des Wirtshauses Ende September nach Süddeutschland zurückkehrte, seien von Erfolg gekrönt, freut sich Hinrich Wulf. Der Eigentümer des „Huus an’n Siel“, der die 250 Jahre alte Gaststätte nach einjährigem Leerstand erst Anfang dieses Jahres erworben hatte, hat großes Vertrauen in die beiden „Vollblutgastronomen“ Otmar Goll und Manfred Frerichs.

Beim Bemühen, das „Huus an’ Siel“ wieder zum dörflichen und gesellschaftlichen Mittelpunkt von Stollhamm zu machen, was nicht leicht sein werde, seien die neuen Betreiber auf die Unterstützung der Stollhammer angewiesen, warb Hinrich Wulf um deren Mithilfe.

Schon 2010 interessiert

Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Otmar Goll ist seit zehn Jahren in der Wesermarsch heimisch. Nach 30-jähriger Tätigkeit im Dienstleistungsbereich, unter anderem auch in der Gastronomie, übernahm Otmar Goll 2007 gemeinsam mit einem Partner die Gastronomie im Sportpark Alexandersfeld in Oldenburg. Das Lokal „Ambiente“ betrieb er über zwei Jahre. 2010 liebäugelte Otmar Goll mit dem Kauf des „Huus an’ Siel“. Finanzielle Gründe ließen ihn davon aber wieder Abstand nehmen.

Kein Unbekannter in der Wesermarsch ist Koch Manfred Frerichs. Der in Rodenkirchen wohnende 59-Jährige war Inhaber und Betreiber der Gaststätte „König zu Griechenland“ in Ovelgönne und des Restaurants „Weserlust“ in Brake. Derzeit betreibt Manfred Frerichs eine Kochschule in Oldenburg und er ist auch „Chefkoch“ des Vereins Pro Region, der sich um die Vermarktung regionaler Spezialitäten aus der Wesermarsch bemüht.


Die sollen auch im Mittelpunkt des neuen Konzepts für den Betrieb des „Huus an“, Siel“ stehen, das Eigentümer Hinrich Wulf gemeinsam mit Otmar Goll und Manfred Frerichs ausgearbeitet hat, und das das Gasthaus von anderen gastronomischen Betrieben abgrenzen soll. „Der Gast möchte heute etwas Besonderes erleben“, weist Manfred Frerichs nach 45 Jahren Berufserfahrung als Koch. Er möchte mit seinen Gerichten auch den Spaß am Kochen vermitteln.

Das Konzept sieht vor, dass die Küche lediglich fünf bis sieben Gerichte mit saisonalen regionalen Produkten anbietet. Die sollen dann in bestimmten Abständen wechseln. Natürlich werde man auch auf die Wünsche der Gäste eingehen, verspricht Manfred Frerichs.

Anlaufphase abwarten

Nach Auskunft von Otmar Goll wird das „Huus am Siel“ ab 2. Dezember bis zum Jahresende zunächst nur freitags und sonnabends ab 17 Uhr sowie sonntags ab 11 Uhr geöffnet sein. Nach der Anlaufphase soll dann über weitere Öffnungszeiten nachgedacht werden. Zudem steht das Gasthaus mit dem Saal ab 2. Dezember für Feste und Feiern jeglicher Art sowie den Kegelklubs zur Verfügung. Auch die drei Fremdenzimmer können gebucht werden. Wegen des noch fehlenden Telefonanschlusses ist Otmar Goll, der die Wohnung in dem Gebäude beziehen wird, vorerst unter Telefon  04454/979096 oder 0160/90260046 zu erreichen.

Butjadingens Bürgermeister Rolf Blumenberg freute sich auch als Stollhammer Bürger darüber, dass Hinrich Wulf zu seinem Wort gestanden habe. Die vergangenen Wochen hätten gezeigt, wie sehr die Gaststätte im Dorf gefehlt habe. Dem neuen Pächter wünschte Blumenberg eine gute Hand und dass es ihm gelingt, die Vereine einzubinden.

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