Bösel - Fleißig gearbeitet haben die neun Schüler in den vergangenen Monaten: Gerrit Kunert, Johannes Nording, Simon Assies, Alexander Ahlers, Nikolai Fischer, Ricco Schowanietz, Tobias Bent, Lukas Willenborg und Dominik Tönjes haben bei Franz Seppel einen freiwilligen Schweißerlehrgang abgelegt. Und das mit „viel Geschick“, wie Meister Franz Seppel befindet.
Die Arbeitsgemeinschaft, die die Schüler an der Oberschule Bösel als außerschulisches Angebot wählen können, traf sich jeden Freitag nach dem Unterricht bei Franz Seppel. Die Schüler waren mit Hingabe bei der Arbeit, lobt Seppel am Freitagmorgen in der Oberschule, als er gemeinsam mit den Schülern die Ergebnisse der Arbeit Schulleiter Herbert Bley präsentiert und der Schule zur Verfügung stellt.
So manches Mal sei der „Feierabend“ um Stunden nach hinten verschoben worden. „Können wir nicht noch länger machen“, sei eine häufig gestellte Frage gewesen, berichtet Seppel. Kein Wunder also, dass deutlich mehr hergestellt wurde, als ursprünglich vorgesehen.
Zwirbel, Würfel, Schrauben, Kerzenständer. Die Sitzbank aus Edelstahl und zwei metallene Vögel werden gleich in der Ruhezone der Schule platziert. Vis-á-vis steht der wasserspeiende Kranich – die erste Arbeit, die Franz Seppel 2007 mit den Schülern der Arbeitsgruppe hergestellt hatte. Ein Angler ist seither auch dazugekommen, der nun die Rute in den Teich im Innenhof der Oberschule hält. Nur den Fisch, der eigentlich an der Schnur hängt, sucht Seppel vergeblich. Mittlerweile zwölf Gruppen hat er in der Gasschweißtechnik geschult, 56 Schüler.
Wie die neue Bank den idyllischen Garten der Schule bereichern soll, weiß Franz Seppel auch schon. Links und rechts neben der Bank könnten die beiden Vögel platziert werden. Die sollen nach und nach von Grün, vielleicht Efeu oder Buchsbaum, überzogen werden.
Seppel lobt die schöne Atmosphäre bei der Arbeit und die Begeisterung, mit der die Schüler bei der Sache gewesen seien.
Für Gerrit Kunert jedenfalls hat die Schweiß-AG nicht nur Spaß gemacht. Sie habe ihn auch in dem Wunsch bestärkt, beruflich im Bereich Metallverarbeitung und Schweißen etwas machen zu wollen. „Das wollte ich schon vorher“, sagt Gerrit Kunert.
