Butteldorf - Helmut Fokkena, Besitzer des alten Fachwerkhofs am Höfeweg in Butteldorf, ist eigentlich von Natur aus ein glücklicher Mensch. Aber einen Tag im Jahr gibt es, an dem der bekannte Oldenburger noch viel glücklicher ist. Und ganz „zufällig“ fällt dieser Tag alljährlich mit der Rückkehr seines gefiederten Freundes zusammen – wenn Storch „Butti“ aus Afrika zurückkehrt, ist es für Helmut Fokkena der perfekte Tag. Rückkehrtag war diesmal der 19. Februar, als „Butti“ seinen Stammsitz vor dem Fachwerkhof bezog und nur einen Tag später, gesellte sich seine Storchengefährtin (ob sie Butella heißt, ist noch nicht klar) hinzu. Untermieter haben es sich inzwischen auch im Gestrüpp des Storchennestes gemütlich gemacht und weil sie Spatzen sind, dürfen sie auch um die Wette tschilpen – Madame Storch lässt sich nicht stören.
Am sonnigen Montagmorgen nutzte Helmut Fokkena das herrliche Vorfrühlingswetter, um am Höfeweg mal kurz nach dem Rechten zu sehen. Begrüßt vom stattlichen Hahn mit seiner Hennenschar, zwei lautstarken Gänsen und den Nachbarslämmern war eine kleine Siesta auf der Bank neben der Hoftür genau das Richtige an diesem Märzmorgen. Im Storchennest konnte man gerade noch den Kopf der Störchin erkennen, ihr Gefährte trieb sich irgendwo in der Gegend herum und kam kurze Zeit später angeflogen mit Renovierungsmaterial im Schnabel. Mit dem Brutgeschäft hat das Storchenpaar noch nicht begonnen, aber wie in jedem Jahr bleibt die spannende Frage, wie viele Storchenkinder das Paar aufziehen wird.
Helmut Fokkena ist übrigens seit 1992 Eigentümer des alten Fachwerkhofs. Gemeinsam mit seinem damaligen Mieter stellte der Oldenburger einen ausgedienten Telegrafenmast als künftige Heimstatt für Störche auf. Das Nest wurde kurz danach von Meister Adebar bezogen und seitdem hat es am Höfeweg noch nie einen Sommer ohne Störche samt Nachwuchs gegeben. Gut betreut werden die großen Vögel und das Nest in jedem Jahr auch vom Berner Storchenvater Udo Hilfers und Helmut Fokkena wird häufig noch den Weg nach Butteldorf einschlagen und den Storchensommer 2017 aufmerksam begleiten.
