Oberhammelwarden - Auch in diesem Jahr freuen sich die „Storcheneltern vom Erlenteich“, Mandy und Herbert Dettmann, darüber, dass das Storchennest in den Wintermonaten nicht leer steht. Ein unberingtes Storchenpaar hat sich entschieden, auf den langen Flug in den Süden zu verzichten und die kalten Monate statt dessen im kalten Norden zu verbringen.
„Es ist nicht das Paar, das im Frühjahr kam und im Sommer drei gesunde Jungtiere großziehen konnte“, weiß Herbert Dettmann „Die Sommerstörche waren Menschen gewohnt und ließen sich, wenn es nötig war, gerne von uns füttern. Das neue Paar ist sehr scheu und meidet jeglichen Kontakt zu uns. Die Störche haben sich sogar noch gepaart, aber mit Nachwuchs ist sicher nicht zu rechnen“, sagt er. Zur Futtersuche startet das Adebar-Paar stets in Richtung Käseburger Mülldeponie.
Die „Sommerstörche“ hatten schon im Februar das Nest bezogen, Ende April schlüpften drei Jungtiere, am 4. August starteten die drei Jungstörche dann zu ihrer langen Reise in den Süden. Das Elternpaar folgte ihnen vierzehn Tage später. Eine nette Begebenheit weiß Herbert Dettmann aus den Sommermonaten noch zu erzählen: „Mit der Treue zu seiner Störchin hat der männliche Storch nicht so ganz ernst genommen. Er hatte tatsächlich ein Auge auf mich geworfen, lief mir ständig hinterher und schenkte mir die schönsten Zweige als Aufforderung zum Nestbau.“
Dass es im nächsten Frühjahr Revierkämpfe geben wird, wenn die Stamm-Mieter wieder kommen, ist für das Ehepaar Dettman jetzt schon gewiss: „Die Sommerstörche werden ihr Domizil nicht kampflos den Wintermietern überlassen“, vermuten sie.
