Oldenburg - Holprig ist es zur Zeit auf den Straßen. Schnee und Frost sind zumeist für die Schlaglöcher verantwortlich. Vor allem im Dobbenviertel reiht sich Schlagloch an Schlagloch. Die NWZ  hat einige Löcher fotografiert und vermessen.

In der Hindenburgstraße und in der Tirpitzstraße ist in einigen Schlaglöchern bereits altes Straßenpflaster zu erkennen – soweit hat es den Belag schon abgetragen. Vor der EWE-Zentrale ist ein Schlagloch mitten auf der Fahrbahn. Es ist 11 Zentimeter tief und 36 Zentimeter breit. Andere Exemplare im Dobbenviertel bringen es auf 28 bis 30 Zentimeter Durchmesser bei einer Tiefe von acht bis neun Zentimetern.

Ein weiteres großes Schlagloch befindet sich im Belag der Unterführung am Bahnhof: Autos, die in Richtung Donnerschwee unterwegs sind, können dem Loch im Belag kaum ausweichen.

Holprig fährt es sich auch in der Ammergaustraße. Dort besteht der Belag zum Teil nur noch aus ausgestopften Schlaglöchern. Und auch dieser Belag bröckelt bereits.

Gerät man unglücklich mit dem Auto in ein Schlagloch, zieht das im schlimmsten Fall eine teure Reparatur nach sich. Bei Fahrradfahrern besteht allerdings sogar Gefahr, zu stürzen – ernste Verletzungen können die Folge sein.


Vier Kolonnen der Stadt sind in diesen Tagen damit beschäftigt, die Schäden auszubessern, teilte Stadtsprecher Andreas van Hooven auf Anfrage der NWZ  mit. Zusätzlich ist eine Firma im Auftrag der Stadt unterwegs. Sie stopft vor allem Schlaglöcher in den nördlichen Teilen der Stadt.

„Im besten Fall brauchen die Arbeiter 15 Minuten, um ein Schlagloch zu flicken“, berichtet van Hooven. Die Lösung ist aber nur provisorisch. Im Sommer müssen die Schlaglöcher noch einmal mit Material verfüllt werden, das den Belastungen des Straßenverkehrs gewachsen ist, berichtet der Stadtsprecher. Der Grund: Die Löcher werden im Winter mit einer Asphaltmischung gestopft, die bei niedrigen Temperaturen und Regen verarbeitet werden kann, aber nicht beständig ist.

Die Schäden des Winters 2009/10 zu beseitigen, kostete die Stadt rund 850 000 Euro, sagt van Hooven. Die Kosten für die Beseitigung der Schäden dieses Winters stehen noch nicht fest. Melden können die Oldenburger Schlaglöcher übrigens auch unter