Zahlreiche Betriebe haben sich am Donnerstag an Warnstreiks der IG Metall in der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Darunter auch der Kabelhersteller Waskönig und Walter in Ramsloh. Dort legten etwa 140 Beschäftigte vor den Toren des Kabelwerks ihre Arbeit für 90 Minuten nieder. Mit Plakaten, Trillerpfeifen und Fahnen bewaffnet forderten sie sechs Prozent mehr Geld für ein Jahr sowie einen Anspruch auf zeitweise Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden. Zudem soll einen Zuschuss bekommen, wer in Schicht oder anderen belastenden Tätigkeiten arbeitet, Kinder betreut oder Angehörige pflegt, damit sie sich die kürzeren Arbeitszeiten leisten können. Die Forderungen würden dem Wunsch der Beschäftigten entsprechen, dass die Flexibilität der Arbeitszeit sich nicht immer nur nach den betrieblichen Belangen richte, so Willi Kassens (vorne), Vertrauensmann der IG Metall Oldenburg/Wilhelmshaven.

Tanja Mikulski