Wilhelmshaven - Wilhelmshavener, die kein Auto besitzen und auf den Öffentlichen Nahverkehr angewiesen sind, mussten am Mittwoch auf andere Verkehrsmittel ausweichen, zu Fuß gehen oder gleich zu Hause bleiben, denn auf den städtischen Linien 1, 2, 3, 4 und 6 fuhr kein einziger Bus. Grund war ein niedersachsenweit ausgerufener Warnstreik der Gewerkschaft „Verdi“.
Streikposten verhinderten um 4.30 Uhr, dass „auch nur ein einziger Bus vom Betriebshof in der Freiligrathstraße fahren konnte“. Das bestätigte Frank Rademacher, der Betriebsleiter Verkehr der Stadtwerke Wilhelmshaven.
Betroffen war davon auch der Schülerverkehr in Wilhelmshaven, weil die Schülerbeförderung zum überwiegenden Teil in den Verkehr mit Linienbussen integriert ist. Lediglich die Schüler der Ganztagesgrundschule Rüstersiel und der Grundschule Oldeoogeschule kamen per Bus zur Schule, weil diese Schulen durch die Busse der Firma Bluhm, einer Tochter der Stadtwerke, angefahren werden.
Obwohl der Warnstreik die Schülerbeförderung stark einschränkte, hatte das offenbar kaum Auswirkungen auf den Unterricht. Weil die Schulen rechtzeitig über den Warnstreik informiert waren, konnten sich die Schüler und Eltern auf die ungewohnte Situation einstellen.
An der Integrierten Gesamtschule Wilhelmshaven hatten lediglich etwa zehn Schüler angerufen und erklärt, wegen des Warnstreiks nicht zur Schule kommen zu können. Und am Neuen Gymnasium Wilhelmshaven hätten eine Handvoll Schüler anrufen müssen, um nach dem Unterricht abgeholt zu werden.
Angaben der Verkehrsbetriebe zu Folge habe es nur wenige Anrufe wegen des Warnstreiks gegeben und wenn, dann habe man dafür Verständnis gehabt. Das Taxigewerbe hat entgegen den Vermutungen nur gering vom Warnstreik profitiert, teilte ein Unternehmen auf Anfrage mit.
