Die gute Beteiligung am Warnstreik am Donnerstag hat gezeigt: das Maß ist voll. Die Beschäftigten von ATB in Nordenham wollen sich nicht mehr länger hinhalten lassen. Dieses Fazit zieht Gewerkschaftssekretär Jochen Luitjens (IG Metall Wesermarsch). Die ATB-Geschäftsführung habe in der letzten Mitarbeiterversammlung verkündet, dass sie nicht mit der IG Metall verhandeln wolle. Das werde von den Kolleginnen und Kollegen bei ATB nicht akzeptiert. Deshalb sei es zu dem Warnstreik gekommen – mit der Aufforderung an den Arbeitgeber, an den Verhandlungstisch zu kommen. Unterstützt wurden die ATB-Beschäftigten von Vertrauensleuten der Betriebe Premium Aerotec, NKT und NSW. Die Stimmung im Betrieb von ATB ist laut Horst Köpke (IG Metall-Vertrauensmann) sehr angespannt. „In den letzten Jahren haben die Kolleginnen und Kollegen viel dafür getan, dass trotz massiver Managementfehler der Betrieb weiterläuft. Und zum Dank kündigt der Arbeitgeber die Tarifbindung auf und kürzt unrechtmäßig die Entgelte der Beschäftigten. Das werden wir nicht hinnehmen.“ Um den Konflikt nicht weiter ausufern zu lassen, fordert die IG Metall Wesermarsch nach den Worten von Jochen Luitjens den Arbeitgeber auf, an den Verhandlungstisch zu kommen. Dieser Warnstreik sei erst der Anfang gewesen. „Wenn nötig, legen wir nach. Eine Lösung dieses Konfliktes gibt es nur mit der IG Metall, dafür stehen wir hier zusammen“, fügt Jochen Luitjens hinzu. Weitere Redner der von Ralph Schäfer (IG Metall Wesermarsch) moderierten Aktion waren: Carsten Bremer (IG Metall Bezirk Küste), Ralf Bremer (Vertrauenskörperleiter Premium Aerotec) und Mustafa Dogan (Betriebsratsvorsitzender NKT). Sie überbrachten den ATB-Mitarbeitern solidarische Grüße. Gewerkschaft