Hannover - Der familieninterne Rechtsstreit beim Fleischkonzern Tönnies wird kein schnelles Ende finden. Das machte das Landgericht Bielefeld am Montag deutlich.
Das Gericht werde keine Teilurteile sprechen, sondern erst nach Verhandlung aller Streitpunkte insgesamt ein Urteil verkünden, kündigte der Vorsitzende Richter an. Den nächsten Verhandlungstermin terminierte das Gericht auf den 14. September 2015. Dann soll der Steuerberater und Nachlassverwalter Josef Schnusenberg vernommen werden. Er fehlte am Montag entschuldigt.
In dem Machtkampf fordert Mitinhaber Robert Tönnies von seinem Onkel und derzeitigen Firmenchef Clemens Tönnies einen geschenkten 5-Prozent-Anteil an Deutschlands größtem Fleischkonzern mit über 8000 Mitarbeitern zurück. Aktuell halten beide je 50 Prozent der Anteile. Setzt sich Robert durch, würde das Machtverhältnis kippen.
