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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

TRANSRAPID-PROZESS: Streit kurz vor Horrorfahrt

07.05.2008

OSNABRüCK /HANNOVER Ein Streit im Leitstand war möglicherweise mit Schuld am Transrapid-Unglück im Emsland. Kurz vor der Horrorfahrt mit 23 Toten und elf Verletzten sollen sich der Fahrdienstleiter und zwei Mitarbeiter im Kontrollzentrum der Teststrecke heftig gestritten haben. Das behaupten die beiden Betriebsleiter Günter S. und Jörg M., die sich seit Dienstag wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung vor dem Landgericht Osnabrück verantworten müssen. Der Transrapid war am 22. September 2006 in Lathen mit 170 Stundenkilometern in einen Werkstattwagen gerast, der auf der Strecke stand.

Er habe von einem Streit im Leitstand gehört, sagte der Angeklagte M. vor Gericht. „Es sei denkbar, dass die Beteiligten dadurch abgelenkt worden sind.“ Die drei Personen im Leitstand hätten ihre Arbeit nicht gemacht und die Vorschriften „nach allen Regeln missachtet“, erklärte S. Der Fahrdienstleiter Günther M. ist ebenfalls angeklagt, das Verfahren aber wegen Verhandlungsunfähigkeit vorläufig eingestellt. Der Fahrdienstleiter hatte grünes Licht für die Fahrt des Transrapid gegeben, obwohl der Werkstattwagen auf der Strecke stand.

Die Staatsanwaltschaft will dem Verdacht nachgehen. „Der Fahrdienstleiter könnte abgelenkt gewesen sein“, sagte Oberstaatsanwalt Hubert Feldkamp der NWZ. Der Streit sei für die Ermittlungsbehörden neu. Feldkamp rechnet nicht mit Haftstrafen für die Angeklagten. Richter Dieter Temming hielt den Betriebsleitern vor, dass die Sicherheitsvorkehrungen auf der Teststrecke womöglich nicht ausreichend waren. Die Zulassung des Transrapids für den Publikumsverkehr hätte zu mehr Sicherheitsmaßnahmen führen müssen.

Weitere Berichte unter www.NWZonline.de/transrapid

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