Bremen - Für den Bremer Mediensektor steht am 26. April ein wichtiger Termin an: Das Oberlandesgericht (OLG) will an diesem Tag eine Entscheidung im Streit um die Führung der Bremer Tageszeitungen AG (Bretag/„Weser-Kurier“, „Bremer Nachrichten“) verkünden. Dies bestätigte das OLG auf Anfrage. Beobachter schließen selbst eine Abberufung von Vorstand Ulrich Hackmack nicht aus.

Nach Einschätzung des OLG ist die Wahl Hackmacks 2009 satzungswidrig. Ein Urteil gab es bereits 2011, und der Bundesgerichtshof bestätigte es. Nun landete die Sache erneut beim OLG. Diese legte einen Termin „zur Entscheidung“ fest, wie ein Sprecher auf Anfrage sagte.

Beim Aufsichtsratsvorsitzenden Johannes Weberling war am Dienstag auf Anfrage kein Kommentar zu bekommen. Hackmack verwies nur auf die Mitarbeiter-Information, dass am 26. eine Entscheidung verkündet werde.

Formal geht es um Mängel in einer Einladung für eine Sitzung 2009, auf der der Weg zur Vertragsverlängerung Hackmacks freigemacht wurde. Zudem sollen die Gesellschaftergruppen festgelegt haben, dass kein Mitglied einer Seite im Vorstand sein soll. Als Hintergrund des Konflikts gilt ein Streit der beiden Gesellschaftergruppen (je 50 Prozent). Hackmack stehe für die eine Gruppe, Christian Güssow für die andere.