Moorhausen - Mehr Zufriedenheit, mehr Glück, mehr Lebensfreude: Zu Beginn eines neuen Jahres gibt es zwar keinen Mangel an guten Vorsätzen. Im grauen Alltagseinerlei verlieren sich diese Zielsetzungen aber nach und nach, dem Wunsch nach mehr Lebensqualität steht der tägliche Stress in Familie und Beruf entgegen.

Es sei denn, man verinnerlicht die Erkenntnisse und Ratschläge eines erfahrenen Mentaltrainers. Dazu sahen sich in der Moorhauser Deichschäferei die Altenhuntorfer Landfrauen ermutigt. Sie folgten interessiert den Ausführungen des Mentaltrainers Christian Macha. Er ist sich sicher, dass jeder Mensch durch die „Macht der Gedanken“ seine Lebensqualität selber steuern kann.

Um zu verdeutlichen, wie das Gehirn „tickt“ , griff Christian Macha zunächst auf die Hirnforschung zurück: „Das Gehirn besteht aus 100 Milliarden Nervenzellen und wird verknüpft mit 70 bis 100 Billionen Synapsen. Die aneinandergereihten Nervenbahnen hätten eine Länge von 5,8 Millionen Kilometern. Zwischen unseren Ohren befindet sich ein Hochleistungsapparat.“

Christian Machas Anmerkung, die Anzahl der Gedanken läge beim Menschen täglich zwischen 60 000 bis 100 000, bewog eine Zuhörerin zu der Frage, ob das auch für Männer gelte. Diese Frage erntete bei den Landfrauen und auch beim Referenten einen Lacherfolg, eine eindeutige Antwort gab es aber nicht.

Zur Tatsache, dass Stress der größte Lebensqualitätskiller ist, hatte der Referent jedoch einiges auszuführen. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) steht Stress mit 80 Prozent als Todesursache an der Spitze, die meisten gestressten Menschen leben in den westlichen Industrieländern.


Christian Macha: „Hätten wir mehr Kontrolle über unsere Gedanken und über die Auswirkungen negativer Gedanken, könnten wir wesentlich erfolgreicher und zufriedener leben – aber leider lehrt uns keiner, wie wir denken könnten.“ Alles, was ein Mensch an Angst und Stress erlebe, werde vom Gehirn als negativ abgespeichert, so Christian Macha, positive Gefühle wollten wiederholt werden. So stellten die Gedankenströme unbewusst die Weichen für ein glückliches oder ein unzufriedenes Leben.

Die Erkenntnisse über die Auswirkungen positiver oder negativer Gedanken sind nicht neu. „Die Menschen werden nicht durch die Dinge, die passieren, beunruhigt, sondern durch die Gedanken darüber“, hat vor 2300 Jahren schon der griechische Philosoph Epikur erkannt.