Düsseldorf/Oldenburg - Nach leichten Preisrückgängen beim Strom 2015 müssen viele Verbraucher im neuen Jahr wieder mehr bezahlen. Bislang hätten 103 Versorger Preiserhöhungen von durchschnittlich rund 2,8 Prozent angekündigt, teilte das Preisvergleichsportal Veri-vox am Freitag mit.
Freitag war der Stichtag für die Benachrichtigung der Kunden über Preiserhöhungen zum Jahresbeginn. Sie müssen sechs Wochen vor Inkrafttreten des neuen Tarifs informiert werden.
Für einen Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden bedeutet die Erhöhung eine jährliche Mehrbelastung von durchschnittlich 32 Euro. Preissenkungen planen nur 35 Versorger im Schnitt um 2,3 Prozent.
Der Oldenburger Versorger EWE hatte – wie berichtet – angekündigt, dass sich für die meisten ihrer Kunden beim Strompreis kaum etwas ändern werde. Kunden mit einem Verbrauch von 4000 Kilowattstunden würden um rund 7 Euro im Jahr entlastet. Für Kunden mit einem niedrigeren Verbrauch kann es aber auch Preiserhöhungen geben.
Grund für den Preisanstieg bei vielen Versorgern sind vor allem gestiegene Umlagen und staatliche Abgaben. „Nach der kurzen Verschnaufpause 2015 mit einem Rückgang um zwei Prozent läuten einige Versorger jetzt schon wieder die Kehrtwende ein“, sagte Jan Lengerke vom Portal Verivox. Preiserhöhungen seien vor allem aus Regionen gekommen, in denen sich die Kosten für die Stromnetze stark erhöht hätten.
