Schortens - Mit einer Energiekostenersparnis von insgesamt rund 4000 Euro haben das Regionale Umweltzentrum (RUZ) Schortens und die 17 im Landkreis Friesland am Energiesparprojekt des RUZ beteiligten Kindertagesstätten einen vorläufigen Schlussstrich unter die gemeinsame Aktion gezogen. In Glarum überreichten die pädagogischen Mitarbeiterinnen des RUZ und Initiatoren des Projekts „EnergiesparKids in der Kita“, Ina Rosemeyer und Wiebke Schönbohm-Wilke, bei einem Advents-Frühstück nun Urkunden und „energiegeladene Präsentpakete“ für die beteiligten Kindergärten.

Das mit vielen Aktionen begleitete Projekt in den Kindertagesstätten ist die Fortsetzung eines nahezu identischen Projekts in den Grundschulen. Ziel war, die Erzieherinnen und die Kinder für das Thema Klimaschutz und Energiesparen zu sensibilisieren. Richtiges Lüften, vernünftiges Heizen, das Licht ausschalten – es sind solche Kleinigkeiten, die dazu beitragen, Energie einzusparen, Kosten zu senken und die Umwelt zu schonen, sagte Schönbohm-Wilke. Dass nicht alle Kindergärten gleichermaßen Energie einsparen konnten, sei vor allem in den unterschiedlichen Größen und der unterschiedlichen Bausubstanz der Kindergärten begründet.

Die Kindergärten wurden mit Lernmaterialien und Experimentierkisten ausgestattet und die Erzieherinnen fortgebildet. „Wir haben allerhand Dinge mitgebracht, die man im Kindergarten ausprobieren kann“, so Ina Rosemeyer. Zum Beispiel das Energierad, mit dem Kinder eine elektrische Eisenbahn ohne Strom aus der Steckdose antreiben konnten. Außerdem lernten die Kinder, wo der Strom herkommt und was alles Strom verbraucht. Von den Kindergartenleiterinnen gab es für das Projekt, das von den beiden RUZ-Mitarbeiterinnen bestens vorbereitet und begleitet worden sei, viel Lob und Dank.

Neben den Schortenser Kindertagesstätten haben sich Einrichtungen aus Jever, Sande, aus dem Wangerland sowie aus Varel und Zetel beteiligt. Jede einzelne habe den Energieverbrauch um rund zehn Prozent senken können.

„Energiesparen fängt im Kleinen und bei den Kleinen an“, sagte Schortens’ Bürgermeister Gerhard Böhling. „Die Kinder nehmen das ja auch mit nach Hause und achten dann auch dort darauf, dass keine Energie verschwendet wird.“ Er freue sich, dass der solidarische Gedanke zähle und viele Einrichtungen aus dem gesamten Landkreis mitgemacht haben. Die Stadt Schortens hatte die Co-Finanzierung des Projektes übernommen.


Je nach den tatsächlichen Einsparungen werden die Kindergärten finanziell beteiligt. Auch 2014 können interessierte Kindertagesstätten am Prämienprojekt „Energiesparkids“ teilnehmen.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever