STRüCKHAUSEN - „Ich bringe die Erhöhung nicht mit. Das will ich gleich sagen“, begann Bundestagsabgeordneter Holger Ortel (SPD) seinen Kommentar zum niedrigen Milchpreis. An die Landwirte appellierte er, sich als Erzeuger zu organisieren und Einigkeit zu zeigen.

Der Parlamentarier lobte den Zusammenhalt des Landvolkvereins, der eine „Klammer im ländlichen Raum“ darstelle. 20 Mitglieder waren zur Jahreshauptversammlung unter Vorsitz von Eilert Büsing gekommen.

Ortel äußerte Verständnis für die Milchpreissorgen: „Ein wertvolles Lebensmittel wird verschleudert.“ Nötig sei politischer Druck aus dem Bauernverband; es sei aber schwer, alle Landwirte unter einen Hut zu bekommen.

Aber die Landwirte in Strückhausen und umzu drücken auch noch andere Probleme: Die geplanten Baumaßnahmen A 22, B 211 und B 212, Jade-Weser-Port und Braker Hafen sorgten für einen enormen Bedarf an Ausgleichsflächen auch in den Gemeinden Jade und Ovelgönne zu Lasten der landwirtschaftlichen Nutzflächen, kritisierten einige Diskussionsteilnehmer.

Kritik gab es außerdem an den Planungen der A 22 und B 211 und an den damit verbundenen Flurbereinigungsmaßnahmen. Ortel betonte, dass die Trassenplanungen Landessache seien. Er kündigte an, dass er seine grundsätzliche Meinungsbildung zur A 22 noch vor der Bundestagswahl abschließen werde.