Strückhausen - Das Fest der goldenen Hochzeit feiern am Donnerstag, 26. April, Anke und Ulrich Wiemer. Das Paar lebt auf dem Hof von Ankes Elternhaus in Strückhausen-Coldewey. Die jetzt 71-Jährige ging in Popkenhöge zur Schule. Nach der Schulentlassung folgte dann die Handelsschule und die Beschäftigung bei Botterbloom und in der Küche beim Kreiskrankenhaus Brake.

Der 77-jährige Ulrich wurde in Antonshain in Ostpreußen geboren. Als Vierjähriger begann für ihn mit der Mutter und drei Geschwistern die Odyssee der Flucht 1945, die schließlich in Schweiburg endete. Hier ging er zur Schule und absolvierte anschließend die Ausbildung in Varel zum Lebensmittelkaufmann. Vier Jahre war er beim Spirituosen-Großhandel in Hamm/Westfalen beschäftigt. Seit 1962 war er bis zur Rente 40 Jahre bei Botterbloom angestellt. In der Firma liefen sich die beiden über dem Weg, und irgendwann hat es „gefunkt“ wie die beiden erzählen. Nach der Verlobung wurde am 26. April 1968 geheiratet. Ulrich zog mit nach Strückhausen-Coldewey – und die Landwirtschaft wurde im Nebenerwerb noch bis 1976 betrieben.

Aus der Ehe gingen die Kinder Cord und Doris hervor. Beide verheiratet. Cord und Silke wohnen auch auf der Hofstelle im Einfamilienhaus. Doris und Torsten nicht weit entfernt in Brake. Zu den ersten Gratulanten werden auch die Enkelkinder, die drei Mädchen Simke, Gebke und Mareike zählen. Zum Hobby des Jubiläumspaars zählt der große Garten. Anke war von 1977 auch 30 Jahre bei der Kirchengemeinde in Strückhausen und Oldenbrok angestellt. In der Zeit wurde der Kontakt zur Partnergemeinde in Bluno/Lausitz. Nach der Grenzöffnung hat sich ein freundschaftlicher Kontakt mit jährlich gegenseitigem Besuch mit einem Ehepaar aufgebaut.

Ein Rezept für das lange Miteinander? „Man muss nachgeben können.“ Eines gehört für beide morgens unbedingt dazu: „Das Studium der NWZ. Für Anke ist es wichtig, dass die Zeitung pünktlich auf den Tisch kommt, damit das Sudoko-Rätsel schnell gelöst werden kann.