STRüCKHAUSEN - Der deutliche Protest in der Region gegen die angekündigte Schließung des Nord-Eis-Werks in Strückhausen hat die Geschäftsführung des Mutterkonzerns R & R Ice Cream nach Mitarbeiterangaben völlig kalt gelassen. Noch vor der Betriebsversammlung am Mittwoch, in der das endgültige Aus des Werks zum Saisonende verkündet wurde, haben Mitarbeiter die Listen mit insgesamt 2015 Unterschriften übergeben, die sich für den Erhalt von Nord-Eis ausgesprochen haben.
Auch einen Tag nach der Hiobsbotschaft – betroffen von der Schließung sind 150 Mitarbeiter und 60 Saisonkräfte – gibt es aufNWZ
-Anfrage keine weitere Stellungnahme des Mutterkonzerns.Dafür kommt deutliche Kritik von den Kommunalpolitikern. „Es ist unverantwortlich, wie ein Unternehmen mit den Beschäftigten umgeht“, sagt Alfred Schäfftlein (SPD). Die Schließung sei „eine Entscheidung aus Gründen, die man logisch nicht nachvollziehen kann“.
Dieter Kohlmann (CDU) haut in die gleiche Kerbe: „Es ist äußerst übel für die Mitarbeiter, zumal sie schon mehrfach Lohneinbußen hingenommen haben, um ihre Arbeitsplätze zu erhalten.“ Jetzt müsse alles getan werden, um den Gewerbe-Standort zu erhalten. „Wahrscheinlich wird man nach Alternativen Ausschau halten müssen“, so Kohlmann. Wenn dies nicht gelinge, könnte das negative Auswirkungen auf Nordmilch haben, verweist er auf hohe Betriebs- und Unterhaltungskosten für das gesamte Gelände.
