STRüCKLINGEN - Die Strücklinger Dorfentwicklung stimme „verhalten optimistisch“. So lautet das erste Fazit der Gespräche von Saterländer Ratsherren und -frauen mit dem Arbeitskreis Dorfentwicklung des Bürgervereins Strücklingen.
Im Strücklinger Hof diskutierten Liane Pahl, Conrad Niemeyer, Monika Lietz und Gerhard Olling (alle CDU) sowie Johannes Schmits und Günther Eschen (beide Bürgerfraktion) mit den Arbeitskreismitgliedern über Chancen und Ergebnisse bei der Dorfentwicklung Strücklingens. Niemeyer, der gleichzeitig Vorsitzender des Bürgervereins ist, moderierte das Gespräch zusammen mit seinem Vorstandskollegen Aloys Witte.
Alle waren sich darüber einig, dass ein Engagement für den Ort Strücklingen nicht im Widerspruch zum Zusammenwachsen der Gesamtgemeinde Saterland stehe. Dennoch nutzte Witte die Gelegenheit, auf Aspekte der Dorfentwicklung hinzuweisen.
Als sehr positiv bewertete er den Fortschritt an der Johanniterkapelle Bokelesch. Hier sei ein Förderverein entstanden, der zusammen mit der Gemeinde Saterland derzeit ein Museum im Pfarrhaus plane. Weitere neue touristische Attraktionen seien ein neuer Reitbetrieb am Mühlenweg mit Planwagenfahrten und das erweiterte Angebot der Paddel- und Pedalstation.
Ebenfalls erfreut zeigte sich Witte von diversen Neueröffnungen von Geschäften im Ort. Dennoch ist gerade der Leerstand von Gebäuden im Ort weiter ein Problem. Vor allem die Nutzungsänderung des früheren Autohauses Hans Nee sei wichtig, nicht nur damit das „nicht sehr ansehnliche“ Anwesen optisch aufpoliert werde, sondern damit dadurch auch der ganze Ort einen Schub bei der Dorfentwicklung bekomme. Über den aktuellen Stand der Verhandlungen über die Nutzungsänderungen konnten die Ratsherren keine Auskunft geben. Auch das Gewerbegebiet an der Bürgermeister-Schröer-Straße bereite Sorgen. Hier hätten sich erst zwei Betriebe angesiedelt – weitere seien nicht in Sicht. Das Gewerbegebiet Bollingen hingegen erfreue sich großer Beliebtheit.
Gewürdigt wurde auch das rege Strücklinger Vereinsleben, am Beispiel des zusammen erstellten „Strücklinger Kalender“. Die Teilnehmer der Runde vereinbarten, die Gesprächsrunde nun halbjährlich zu wiederholen.
