Wüsting - Das geplante Studentenwohnheim in Wüsting kommt seiner Realisierung mit großen Schritten näher. „Wir sind gerade in den Endverhandlungen mit dem Investor“, erklärte Alexander Klass, Initiator des Projekts auf Nachfrage der NWZ . „Wenn alles gut geht, werden wir uns noch in diesem Monat einig.“ Im Idealfall könne schon im Sommer mit den Bauarbeiten begonnen werden; im Frühjahr 2017 könnten dann die ersten Studenten und Auszubildenden einziehen. Das Interesse sei bereits sehr groß.
Das Projekt stieß insbesondere in der Anfangsphase auf Proteste der Anwohner am Jakob-Backer-Weg. Unter anderem fürchteten die Nachbarn, dass durch ein höheres Verkehrsaufkommen die Spielstraße unsicherer werde. Außerdem wurde argumentiert, der Bau sei zu mächtig und passe deshalb nicht zwischen die bereits bestehenden Gebäude.
Klass sagte, er habe sich „intensiv“ mit den Anmerkungen beschäftigt. Die Ergebnisse seiner Überlegungen habe er den Anwohnern bereits präsentiert. Unter anderem wird der Parkplatz des Wohnheims über die Straße Am Wall angebunden. So müssen die Bewohner mit ihren Autos gar nicht erst in den Jakob-Backer-Weg fahren.
Wegen der Größe des Baus war auch eine Teilung des Gebäudes oder der Bau mehrerer kleinerer Einzelhäuser im Gespräch. Beide Möglichkeiten wären aber nicht wirtschaftlich gewesen oder hätten gegen die baurechtlichen Bestimmungen verstoßen. Tatsächlich ist der Bau, wie er geplant ist ohnehin niedriger als viele Gebäude in der unmittelbaren Umgebung. Viele Anwohner hätten sich das Wohnheim deutlich größer vorgestellt, so Klass.
„Ganz viele Wüstinger Bewohner, Freunde, Nachbarn und Firmeninhaber haben mich auf den Land Campus angesprochen und unterstützen die Idee voll und ganz“, erklärte der Wüstinger Architekt. Man wolle die jungen Neu-Wüstinger in das Umfeld einbinden – sei es durch Nebenjobs, Tätigkeiten in den Sportvereinen, duale Studienangebote oder eine bessere Anbindung von Auszubildenden an die Betriebe.
Das Studentenwohnheim soll über insgesamt 21 Einzelappartements mit jeweils rund 30 Quadratmetern verfügen; zwei Wohnungen sollen rollstuhlfahrergerecht gestaltet werden. Jedes Appartement hat ein eigenes Bad. Darüber hinaus werden die Appartement voll möbliert vermietet, um auch den Bedürfnissen von Gaststudenten Rechnung zu tragen. In dem Wohnheim soll es außerdem eine von allen Bewohnern nutzbare Natur-Lounge geben, wo sich die Studenten zum Entspannen oder Lernen treffen können.
Von außen wird es eine reine Klinkerfassade mit typischen Stilelementen aus dem Oldenburger Land geben. Der Bau selbst wird in Holzrahmenbau ausgeführt. Energetisch werde alles auf dem neuesten Stand sein, versicherte Klass. Mit dem Bau sollen nur Firmen aus dem Umkreis beschäftigt werden.
