Bremen - Das Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie BIPS hat eine Studie gestartet, mit der auf europäischer Ebene das Sitzverhalten von Kindern und Jugendlichen untersucht werden soll. Bewegung sei die Basis für eine gesunde Entwicklung, betonte das Institut. Doch europaweit lägen aufgrund fehlender Messmethoden nur wenige Erkenntnisse über das Sitzverhalten vor. Die Wissenschaftler haben nun zunächst Zweitklässler einer Bremer Grundschule mit einem Bewegungsmesser ausgestattet, um Daten zu sammeln. In der nächsten Woche sollen erste Ergebnisse vorgestellt werden.
Die Studie wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Die Bremer haben in diesem Zusammenhang gemeinsam mit europäischen Partnern einen Fragebogen für die Probanden entwickelt. Dass Kinder und Jugendliche in der Schule säßen, sei selbstverständlich, sagte Fachgruppenleiterin Antje Hebestreit. „Wichtig ist es, dass die sitzenden Phasen nicht zu lang sind und immer wieder von Bewegung unterbrochen werden.“ Das müssten auch Schulen einplanen.
Auch Kinder und Jugendliche aus zwei Oberschulen und einer weiteren Grundschule werden an der Studie beteiligt. Mit dem Bewegungsmesser wird getestet, ob sie die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation WHO von mindestens 60 Minuten moderater bis starker körperlicher Aktivität pro Tag erreichen. Zahlreiche jüngere Studien hätten gezeigt, dass insbesondere langanhaltendes Sitzen mit einem erhöhten Risiko für Stoffwechselerkrankungen verbunden sei und beispielsweise den Fett- und Zuckerstoffwechsel negativ beeinflusse, hieß es.
