Rodenkirchen/Kleinensiel - Die modifizierten Entwürfe für die Änderung des Flächennutzungsplanes und für den Bebauungsplan, die die Errichtung eines Campingplattes auf der Kleinensieler Plate ermöglichen sollen, sind bei den zu beteiligen Ämtern und Behörden auf keine gravierenden Bedenken gestoßen. Das hat eine frühzeitige Beteiligung der Träger öffentlicher Belange ergeben. Über deren Ergebnis informierte Planer Werner Gieselmann jetzt den Infrastrukturausschuss des Stadlander Rates.
Die von den Behörden gegebenen Anregungen und Hinweise wurden teilweise in den Plänen bereis berücksichtigt. Stimmt auch der Stadlander Rat in seiner Sitzung am Donnerstag, 15. Dezember, den jetzigen Entwürfen der Flächennutzungsplanänderung und des Bebauungsplanes zu, können die Bauleitplanverfahren mit der Öffentlichkeitsbeteiligung fortgesetzt werden.
Das Verfahren war bereits 2004 in Gang gesetzt worden, ruhte dann aber mehrere Jahre. Erst in diesem Jahr wurde es wieder aufgegriffen, jedoch mit neuen Erkenntnissen. Um dem künftigen Investor und Betreiber, der noch nicht gefunden wurde, mehr Flexibilität bei der Nutzung des außendeichs am Kleinensieler Strand gelegenen Areals zu ermöglichen, wurden die Vorgaben deutlich reduziert.
Bei der Errichtung des Campingplatzes übernimmt die Gemeinde aber nicht nur die bauleitplanerische Beordnung des Geländes, sondern auch dessen Herrichtung. Die ehemalige Sanddeponie gleicht derzeit einer Dünen-Landschaft, die eine Höhe zwischen 4,50 und 6,50 Meter über Normalnull hat, wobei einige Sandhügel 9 Meter über NN hoch sind.
Um sturmflutsicher zu sein, soll der Campingplatz 6,50 Meter über NN liegen. Dazu sollen 85 000 Kubikmeter aus dem Aushub genutzt werden, der bei der Erweiterung der Flachwasserzone entsteht, die das Wasser- und Schifffahrtsamt Bremerhaven nördlich der Fläche betreibt. Dort fallen insgesamt 230 000 Kubikmeter Aushub an, weil das Amt den Bau des geplanten Offshore-Terminals ausgleichen muss.
Genutzt darf der Campingplatz jeweils nur vom 15. April bis 15. Oktober. Das fordert der II. Oldenburgische Deichband.
