• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Autobauer: Daimler senkt Gewinnerwartung

20.10.2018

Stuttgart /Bremen Dem Autobauer Daimler machen zunehmend die Ausgaben für die Diesel-Krise zu schaffen. Das Unternehmen rechnet unter anderem wegen der kostspieligen Software-Updates für die betroffenen Autos mit erheblich weniger Gewinn. Außerdem drückt die rückläufige Nachfrage von Bussen in manchen Märkten sowie weniger Absatz bei Transportern das Geschäft. Entsprechend hat der Autobauer am Freitag seine Prognose gesenkt. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde nun „deutlich“ unter dem Wert des Vorjahres in Höhe von 14,3 Milliarden Euro liegen.

Im September hatte Daimler mit der Software-Nachrüstung begonnen. Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte zuvor für rund 700 000 Daimler-Diesel wegen einer illegalen Abschalteinrichtung bei der Abgasreinigung einen Rückruf angeordnet.

Im dritten Quartal brach der Konzerngewinn im laufenden Geschäft nach vorläufigen Zahlen auf gut 2,49 Milliarden Euro ein – nach knapp 3,41 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Zuvor hatte Daimler noch einen „leichten“ Rückgang kalkuliert. Allein im Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 2,1 Milliarden auf 1,37 Milliarden Euro zurück. Die Marke hat seit Monaten mit sinkenden Verkaufszahlen zu kämpfen. Hintergrund sind Verzögerungen bei der Zertifizierung nach dem neuen Abgastestverfahren WLTP, Modellwechsel und Auslieferungsstopps von Diesel-Fahrzeugen.

Zudem will Daimler vorsorglich eine Rückstellung wegen des Kältemittel-Streits bilden, über den der Europäische Gerichtshof Anfang Oktober geurteilt hatte. Die Höhe nannte der Konzern nicht. Daimler hatte 2013 das nach EU-Recht unzulässige Kältemittel R-134a in Fahrzeugen eingesetzt. Der Konzern hatte dies damit begründet, dass von der vorgesehenen und umweltfreundlicheren Chemikalie R-1234yf ein Sicherheitsrisiko ausgehe, weil im Fall einer Entzündung hochgiftiger Fluorwasserstoff entstehen könne. Betroffen waren mehr als 133 000 Fahrzeuge, die womöglich umgerüstet werden müssen. Für das gesamte Jahr 2018 rechnet Daimler für das Geschäftsfeld Mercedes-Benz Cars mit einem Ebit „deutlich unter Vorjahresniveau“.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den NWZ-Wirtschafts-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Sorgen bereiten auch Transporter und Busse. Die Transporter-Sparte erwartet im dritten Quartal einen Verlust von 93 Millionen Euro nach einem Gewinn von 214 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Auch hier gab es Probleme mit Dieselmotoren. Im Geschäftsfeld Busse wird mit einem leichten Rückgang des Ebit auf 30 Millionen gerechnet. Einzig die Lastwagen-Sparte brummt: Dort gab es im dritten Quartal nach vorläufigen Zahlen einen Anstieg von 614 Millionen Euro auf 850 Millionen Euro.

Das Mercedes-Benz-Werk in Bremen ist mit mehr als 12 500 Mitarbeitern einer der größten privaten Arbeitgeber im Nordwesten. Inwiefern Bremen von Folgen des Gewinnrückgangs betroffen sein wird, ist noch unklar. Am kommenden Donnerstag will Daimler die endgültigen Quartalszahlen vorlegen.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.