STUTTGART - Porsche-Chef Wendelin Wiedeking hat die Familieneigentümer des Autobauers erneut vor dem teilweisen Verkauf von Porsche an den Volkswagen- Konzern gewarnt. Wiedeking halte den im Raum stehenden Preis von drei bis vier Milliarden Euro für zu niedrig, heißt es in Medienberichten. Ein Gutachten taxiere die Porsche AG auf mehr als zwölf Milliarden Euro. Die knapp 50 Prozent, die Volkswagen übernehmen wolle, wären somit sechs Milliarden wert.

Wiedeking befürchte, sein Unternehmen hätte nach einem teilweisen Verkauf an VW Schwierigkeiten, wenn es sich über eine Kapitalerhöhung Geld beschaffen wolle. Der Aktienkurs könnte fallen.

Neben dem Emirat Katar gibt es angeblich drei weitere Interessenten für einen Einstieg bei Porsche sowie die Aktienoptionen an Volkswagen, die Porsche hält. Es sollen ein russischer und ein chinesischer Staatsfonds sowie ein Hedgefonds sein.

Unterdessen hält Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) den Einstieg von Magna beim angeschlagenen Autobauer Opel noch nicht für besiegelt. Dagegen könnte nach nach Einschätzung von GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster der Verkauf von Opel an den Autozulieferer Magna noch in diesem Monat über die Bühne gehen.