Hude/Wüsting - Im Huder Rathaus dreht sich derzeit, wie in fast allen Kommunen des Landes, alles um die Frage, wie der enorme Zustrom von Flüchtlingen zu bewältigen ist. Dabei rückt nun auch in Hude neben der Betreuung und der Integration die Frage nach der Unterbringung noch stärker in den Mittelpunkt.
Die Verwaltung ist zwar zuversichtlich, dass sie die nach der neuen Quote bis Ende März erwarteten zusätzlichen 120 Personen noch dezentral in angemieteten Wohnungen sowie vorhandenen Gemeinschaftseinrichtungen („Am Fuchsberg“) unterbringen kann (NWZ berichtete).
Aber auch ab dem 1. April werde der Zustrom nicht abreißen. Weitere 150 Plätze, so die vorsichtige Schätzung, seien insgesamt in nächster Zeit zu planen. Das ist der Sitzungsvorlage für den Ausschuss für Jugend, Sport, Soziales und Sicherheit zu entnehmen. Der Ausschuss wird sich in seiner öffentlichen Sitzung am Montag, 8. Februar, 17 Uhr, im Rathaus, mit dem Thema beschäftigen. Und er wird Empfehlungen aussprechen müssen.
Dabei geht es um die Benennung von gemeindeeigenen Flächen in Hude und/oder Wüsting, die relativ zeitnah für die Schaffung von Schlichtbau-Unterkünften genutzt werden könnten.
Die gemeindlichen Flächen könnten im Zuge von Erbbaurechten einem Bauträger für für die Errichtung von Schlichtbauten zur Verfügung gestellt werden – bei einer zeitlichen Begrenzung von bis zu 15 Jahren. Die Gebäude würden an den Landkreis vermietet, der sie der Gemeinde wiederum kostenlos zur Unterbringung von Flüchtlingen überlasse, heißt es.
Sämtliche gemeindeeigene Grundstücke wurden laut Verwaltung überprüft. Keine der Flächen sei uneingeschränkt geeignet. Eine Betroffenheit der Bürgerinnen und Bürger sei kaum zu vermeiden.
Die Verwaltung hat in der Vorlage folgende Areale genannt, über die nun die Politik diskutieren soll, ob dort vielleicht etwas möglich ist:Baugebiet Robinienweg in Hude: 700 Quadratmeter, die für eine Entwicklung im Zuge des sozialen Wohnungsbaus im Gespräch sind. Etwa 14 000 Quadratmeter am Vielstedter Kirchweg in Hude: Im Flächennutzungsplan als Sportfläche ausgewiesen, gegenüber von den Sportplätzen. Am Fuchsberg in Hude: Zwei Grundstücke mit 1100 und 600 Quadratmetern. Parkplatz hinter dem Kulturhof in Hude: Hier sind es 700 Quadratmeter. Spielplatz Jägerstraße: Der Platz ist rund 6000 Quadratmeter groß. Laut Baurecht sei ein Vorhalten von Spielplätzen in Wohnbaugebieten nicht mehr erforderlich. Alternativ gebe es den Spiel- und Bolzplatz am Eulenring. Das Schulgrundstück in Nordenholz: Etwa 12 000 Quadratmeter sind es hier. Schützenplatz in Hude: Aus Sicht der Verwaltung ist das 6000 Quadratmeter große Grundstück nicht für feste Bauten geeignet, wohl aber käme es in Betracht für zentrale Not- oder Behelfsunterkünfte (Mobilhallen). In Wüsting hat die Gemeinde im Baugebiet „Bei der Schmiede“ noch zwei Grundstücke (jeweils 1050 Quadratmeter). In Fortführung der Straße „Beim Wall“ wären 9300 Quadratmeter verfügbar.
