SüRWüRDEN - Die Frühjahrs- und Herbstbörsen des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes bieten den Züchtern eine gute Möglichkeiten, mit relativ geringem Aufwand und Kosten einen Käufer für ihr Pferd zu finden. Die Züchter sollten dabei jedoch eine realistische Preisfindung für ihr Pferd vornehmen. Auch auf die Präsentation durch gute Reiter sollte nicht verzichtet werden, riet Dr. Roland Wörner seinen rund 40 Zuhörern.
Der Geschäftsführer des Verbandes nutzte die Versammlung der Züchter-Kreisgruppe Wesermarsch in der Gaststätte „Kiek mol rin“ in Sürwürden, um die sehr positive Jahresbilanz 2007 zu erläutern.
Dank der bundesweiten Tätigkeit des Oldenburger Verbandes seit 2006 sei die Zahl der eingetragenen Zuchtstuten auf fast 8200 geklettert. Mit über 4500 erreichte auch die Zahl der registrierten Oldenburger Fohlen 2007 einen neuen Höchststand. Ebenso erfreulich sei das Bild beim Verband Oldenburg-International, dem auf Springpferde spezialisierten Tochterverband. Dort waren im vergangenen Jahr 1700 Stuten und 1400 Fohlen registriert.
Neben der interessanten Anpaarung sei die Gesundheit in erheblichem Maße ein Wert steigernder Faktor in der Pferdezucht. Die Kosten einer gesunden Aufzucht und später eines schonenden Anreitens werden sich in einem höheren Verkaufspreis mehr als amortisieren, machte Roland Wörner deutlich.
Aus diesem Grund sollte nicht versäumt werden, auf moderne Haltungsformen hinzuweisen, die den Jungpferden und Zuchtstuten das Leben in einer Herde ermöglichen. Täglicher und auch im Winter ausreichend langer Auslauf sei ein unbedingtes Muss.
Die diesjährige Elitestutenschau in Rastede am 24. Juli werde wiederum gemeinsam von beiden Oldenburger Verbänden bestritten, allerdings diesmal mit einem günstigeren Zeitplan. Beide Stutenschauen sollen am Nachmittag stattfinden, der Brillantring der Oldenburger dann am Abend auf dem großen Springplatz. Um den Tag aufzuwerten, sei geplant, am Vormittag die Reitpferde-Qualifikationen für die Hengste vorzunehmen, so dass es beim Oldenburger Landesturnier einen sehr interessanten Zuchttag gäbe, berichtete der Verbandsgeschäftsführer.
Im vergangenen Jahr habe der Auktionsplatz Vechta die magische Umsatzgrenze von 10 Millionen Euro deutlich überschritten. Nach wie vor seien die Reitpferdeauktionen das umsatzstärkste Segment. Mit 208 veräußerten Dressur- und Springpferden wurden hier fast 5,4 Millionen Euro umgesetzt, gab Roland Wörner auch einige Vermarktungszahlen bekannt.
Der Absatz der Fohlen an drei Auktionsterminen konnte um stolze 26 Prozent auf insgesamt 174 Fohlen aus beiden Oldenburger Verbänden gesteigert werden. Mehr als ein Drittel der Fohlen finden ihre neuen Besitzer im Ausland, derzeit vornehmlich in Westeuropa.
Erfolgreiche züchterische ArBeit mit Urkunden belohnt
