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Politik Führungsriege wieder komplett

SüRWüRDEN - Das Vorstandsteam des SPD-Unterbezirks Wesermarsch ist wieder komplett. Beim außerordentlichen Unterbezirksparteitag am Dienstag in der Gaststätte Kiek mol rin in Sürwürden wurden Thorsten Keßler (46) aus Elsfleth sowie Kai Ammermann (17) aus Lemwerder zu ihren gleichberechtigten Stellvertretern gewählt. Die Vorsitzende Karin Logemann steht seit 403 Tagen an der Spitze des SPD-Unterbezirks.

61 Stimmberechtigte

Rund 80 Mitglieder, darunter 61 stimmberechtigte, waren nach Sürwürden gekommen, um die Nachfolger von Eltje Görtz (Elsfleth), die sich beruflich verändert hatte, und Dr. Ali Baltaji (Brake), der seinen Austritt aus der Partei erklärt hatte, zu wählen. Fünf Kandidaten standen zur Wahl. Neben den beiden Gewählten hatten sich Jürgen Hülsebusch (Jahrgang 1952) aus Nordenham, Holger Kromminga (40) aus Brake sowie Markus Dollerschell (31) aus Seefeld beworben. Weil im ersten Wahlgang niemand die absolute Mehrheit erreichte, fiel die Entscheidung im zweiten Durchgang: Thorsten Keßler (26 Stimmen), Kai Ammermann (21), Holger Kromminga (20), Jürgen Hülsebusch (18) und Markus Dollerschell (6).

Der 17-jährige Kai Ammermann besucht das Max-Planck-Gymnasium in Delmenhorst. Bei der Kandidatenvorstellung gab er an, künftig auch die sozialen Netzte mehr nutzen zu wollen, um Mitglieder und Wähler zu erreichen. Thorsten Keßler ist Diensthundeführer bei der Polizei und lebt mit seiner Familie seit 15 Jahren in Elsfleth. Er möchte Karin Logemann bei ihrer Arbeit tatkräftig unterstützen.

Einstimmiges Votum

Einstimmig zur stellvertretenden Schriftführerin wurde Annette Klitscher aus Seefeld gewählt. Die Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Seefeld und Vorsitzende des SPD-Gemeindeverbands Stadland war die einzige Kandidatin. Für Kai Ammermann und Annette Klitscher wurden mit Sabine Tymczuk (Esenshamm) und Carola Demuth (Jade) zwei neue Beisitzer gewählt.

Zu Beginn hatte Karin Logemann von einer positiven Mitgliederentwicklung berichtet. Im zurückliegenden Monat hätte es zwölf Neuaufnahmen gegeben. Sollte der Trend anhalten, würde die Partei in eineinhalb Jahren den Stand von 1000 Mitgliedern erreicht haben.


In seinem Grußwort erwähnte Altlandrat Udo Zempel die schwierige wirtschaftliche Situation in der Wesermarsch sowie in der Gemeinde Stadland nach dem Aus für das Kernkraftwerk Unterweser. Seit 2001 würde es in Stadland keinen sozialdemokratischen Bürgermeister mehr geben. Das sollte sich bald ändern. Die anstehenden Ziele der SPD, er sprach dabei auch die Landtagswahlen 2013 an, könnten nur erreicht werden, wenn alle Mitglieder geschlossen auftreten würden und die Querelen aufhörten. „Fangt an, rechtzeitig Kontakte zu knüpfen und euch um Kandidaten zu kümmern“, riet Udo Zempel den anwesenden Mitgliedern.

Der SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Ortel wies darauf hin, dass in immer mehr Branchen Leiharbeiter und Kollegen in prekären Arbeitsverhältnissen beschäftigt würden. Dagegen müsste die SPD angehen und die Gewerkschaften in ihrem Kampf unterstützen.

Über die positive Gewerbeflächenentwicklung in Nordenham referierte schließlich Nordenhams Bürgermeister Hans Francksen. „Wir hatten kein Marketing, keinen Auftritt. Das ist heute anders“, merkte er an. Über 200 000 Quadratmeter Wirtschaftsfläche seien innerhalb von zwei Jahren verkauft worden. Davon würde nicht nur Nordenham profitieren. Wirtschaftspolitisch sollte die Wesermarsch über die Grenzen des Landkreises hinaus mit einer Stimme sprechen, sagte er. Das käme allen zugute.

Ulrich Schlüter
Ulrich Schlüter Redaktion Brake
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