Haschenbrok - „Summerfeeling pur“ schallte es unaufhörlich von einem Festwagen. Der Pastor hatte sich optimistisch mit dem Fahrrad in den Tross eingereiht. Aber auch das bewahrte den Festumzug der Haschenbroker am Sonntagnachmittag nicht ganz davor, doch noch zum Teil einen heftigen Regenschauer abzubekommen. Der Stimmung tat es jedoch keinen Abbruch.

Mehr als 80 Festwagen und Fußgruppen aus dem Umland erwiesen den Haschenbrokern zu ihrem 100-jährigen Dorfbestehen die Ehre. Ein Wagen bzw. eine Gruppe pro Einwohner – denn in Haschenbrok leben nur 86 Menschen.

Fantasievoll und bunt präsentieren sich die Umzugsbeiträge. „Hier muss wohl ein Nest sein. Es kommen immer noch mehr“, meinte ein Zuschauer, der den Umzug an der Ecke Haschenbroker Weg/Landesstraße verfolgte. In der Tat war es ein unendlich langer Tross, der auf der sechs Kilometer langen Strecke unterwegs war. Einige tausend Zuschauer verfolgten das Spektakel und nahmen auch gerne die Stärkungen entgegen, die von den Wagen gereicht wurden. Neben der flüssigen Nahrung und Süßigkeiten gab es auch Kuchen, Salami, Käse und sogar frisch gegrillte Wurst vom Wagen in die Hand.

Prima Stimmung herrschte bei den Teilnehmern, deren Zahl irgendwo um die 1000 lag.

Der Startschuss zum Umzug fiel auf einer Wiese am Brandsweg. Bevor es auf die Strecke ging, fuhren alle Wagen einmal an allen anderen vorbei. So bekamen auch die Umzugsteilnehmer zu sehen, was die anderen sich so hatten einfallen lassen. Der Umzug endete auch dort, wo es anschließend mit Partystimmung total in der Festhalle weiterging. Jürgen Seeger vom Festkomitee zeigte sich hochzufrieden. „Es ist noch viel besser gelaufen als wir es uns erhofft hatten“, sagte er am Sonntagabend.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude