SURWOLD - Die Phase der Reibungsverluste infolge der nicht einfachen Fusion der drei Herdbuchvereine Oldenburg sowie Südoldenburg und Emsland, die zuvor schon kooperierten, ist endgültig vorbei. Das wurde auf der Vertreterversammlung der Weser-Ems-Union (WEU) am Donnerstag im emsländischen Surwold deutlich.

„Die WEU ist gut aufgestellt“, sagte Aufsichtsratschef Bernd Tapken. Seit Gründung der WEU 1994 sorgte der Garreler im engen Schulterschluss mit dem hauptamtlichen Vorstand Dr. Josef Pott (Lingen) für eine rasante Entwicklung des Rinderzuchtverbandes, die allerdings im letzten Jahr wegen der Blauzungenkrankheit einen deutlichen Erlöseinbruch verzeichnete.

Zudem geht der Strukturwandel auch an der WEU nicht vorbei. Aus anfangs mehr als 10 000 sind 6500 Mitglieder geworden, die allerdings auch 2007 eine Warenrückvergütung von 568 000 Euro erhalten. Während der Sperma-Verkauf nach wie vor floriert, reduzierte sich der Rinderexport aufgrund der Blauzungenkrankheit von über 25 000 auf 21 800 Tiere. Aber schon sind die ersten Impfstoffe in der Region eingesetzt; weitere Lieferungen folgten. Pott: „Jetzt ist es Pflicht der Züchter, sofort zu impfen.“

Auch bei den Erlösen der Nutzkälber fehlten 34 Prozent. So sackte bei um zwei Mio. Euro niedrigeren Umsatzerlösen der Überschuss von 1,369 Millionen Euro auf 701 000 Euro. Statt 1,2 Millionen wurden daher nur 500 000 Euro der Rücklage zugeführt.