Garrel - Ein großes Lob gab es von Ludger Stallmann von der Ortsgruppe Garrel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Gemeinde Garrel. Seines Wissens sei es einmalig, dass dem DRK von einer Kommune ein Grundstück kostenlos zur Verfügung gestellt wurde. Das sei eine wichtige Grundlage für die Errichtung des Bereitschaftsgebäudes an der Böseler Straße gewesen. Stallmann informierte die Gruppe „Mann ü 60“ am Donnerstag über die Aktivitäten.

Großes Engagement zeigten die Ehrenamtlichen bei der Finanzierung des Baues im Jahr 2002. Sie schulterten von 270 000 Euro Gesamtsumme fast 60 000 Euro. Als das neue Gebäude im Kreisvorstand diskutiert wurde, forderte man eine Zeichnung und einen Kostenvoranschlag. Beides hatten die Garreler Rotkreuzler dabei. „Da konnte der Vorstand nur noch ja sagen“, freut sich Ludger Stallmann bis heute.

Das Bereitschaftsgebäude wird für interne Schulungen, für kreisweite Seminare, Sanitätslehrgänge, für Erste-Hilfe-Kurse, für die eigenen Einsatzfahrzeuge und für Container für Altkleider genutzt. Man übernehme Sanitätsdienste bei Veranstaltungen, organisiere Blutspenden in Garrel und Nikolausdorf und biete einen Shuttle-Dienst für das Café International.

Kommt eine große Zahl an Menschen zu Schaden, stehen bis zu 20 Mitglieder in kürzester Zeit zur Verfügung. Dann kommt auch ein spezieller Anhänger zum Einsatz, in dem alles vorrätig ist, um fünf Verletzten eine Versorgung in einem Zelt zu bieten.

Zur Ortsgruppe Garrel gehören 66 Aktive. Wenn bei Notfällen schnell geholfen werden muss, kommt die First-Responder-Gruppe zu den Verletzten oder Erkrankten. Man könne Tag und Nacht in fünf bis sieben Minuten vor Ort sein, wenn ein Mensch schnelle Hilfe brauche. Die Anfahrt aus Cloppenburg dauere länger, erklärte Timo Alberding, der als Ausbilder für das DRK arbeitet.


Im vergangenen Jahr sei der Rettungsdienst annähernd 1000 Mal von Bürgern der Gemeinde Garrel angefordert worden. Insgesamt sei die Zahl kreisweit erheblich in die Höhe geschnellt. Das führte Alberding auch auf das Anspruchsdenken zurück. Oft werde der Rettungsdienst alarmiert, auch wenn der Hausarzt helfen könne.

Bei einem Rundgang durch das Gebäude erläuterten Ludger Stallmann und Timo Alberding den Männern über sechzig die Einsatzbereiche der Garreler Bereitschaft und die Ausrüstung der Fahrzeuge.