Oldenburg - Die Heizung, die bei offenem Fenster automatisch ausgeht; das Flurlicht, das beim Hochfahren des Garagentors anspringt; die Geschirrspülmaschine, die per SMS auf ein Leck hinweist: Ein mit Informationstechnik ausgerüstetes Haus bietet viele Möglichkeiten, die Gebäudetechnik intelligent zu machen.
Viele Vorträge
Das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BFE) an der Donnerschweer Straße ist in der Gebäudesystemintegration einer der Vorreiter – und wohl auch deswegen findet am 26. und 27. Februar die Fachtagung „Smarthome 2014“ dort statt – als erste Konferenz, die ein E-Bildungszentrum zu diesem Thema in Deutschland veranstaltet. Kooperationspartner ist die „Smart-Home Initiative Deutschland“. Als Experten eingeladen sind u.a. die Branchenverbände Bitkom, ZVEH, ZVEI, die Deutsche Telekom sowie zahlreiche Geräte-Hersteller. Die Tagung bietet Workshops und Vorträge, in denen sich Handwerksbetriebe, Architekten, Elektro- und I T-Großhändler und Wohnbaugesellschaften über die Technik informieren können.
„Die Möglichkeiten eines Smarthomes sind komplex, die Marktpotenziale für E-Handwerk und E-Handel dadurch enorm“, sagt Rainer Holtz, BFE-Bereichsleiter für Gebäude- und Informationstechnik. Laut einer Simulationsrechnung des Verbands der Elektrotechnik (VDE) kann der Umsatz mit Smarthome-Technik in Deutschland bis 2025 auf 19 Milliarden Euro steigen.
Chance fürs Handwerk
Immerhin: In einer forsa-Umfrage gaben 57 Prozent an, innovative Automation beim Hausbau für wichtig zu halten. Aber: Nur wer jetzt fundiertes Smarthome-Fachwissen erwerbe, könne das erhebliche Potenzial des Marktes tatsächlich voll ausschöpfen. Die Workshops beleuchten Themen wie „Smarthome als Geschäftsmodell für das Handwerk“, „Bedeutung für die demografische Entwicklung“ oder „Integrative Lösungen in der Haus- und Gebäudetechnik“. Anmeldungen und Infos bei BFE-Mitarbeiterin Anke Lisken: Tel. 34 09 22 54;a.lisken@BFE.de.
