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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Tausende Bürger „haben es satt“

18.01.2016

Berlin Tausende Menschen haben am Rande der Grünen Woche in Berlin für eine ökologischere Landwirtschaft demonstriert. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ zogen am Sonnabend laut Polizei rund 13 500 Teilnehmer durch die Hauptstadt, die Veranstalter sprachen von 23 000.

Zwischenfälle habe es dabei nicht gegeben, berichtete eine Polizeisprecherin am Sonntag. Angeführt wurde der Protest von 109 Traktoren, die für eine Kundgebung auch am Landwirtschaftsministerium Station machten. Agrarminister Christian Schmidt (CSU) betonte, intensive Landwirtschaft bleibe unverzichtbar.

„Wir machen uns für eine bäuerliche und ökologischere Zukunftslandwirtschaft stark. Die Agrarindustrie haben wir satt“, sagte der Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL), Georg Janßen. „Die aktuelle Agrarpolitik zielt nur auf eine Steigerung der Exporte, dadurch sinken die Preise.“ Das bedrohe die Existenz vieler Bauern.

Schmidt entgegnete, man müsse bei aller Kritik die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung im Blick behalten. Wer diesen Punkt ausblende, betreibe Realitätsverweigerung, sagte er mit Blick auf die Demo gegen Massentierhaltung und Umweltschäden. Dies heiße ja nicht, dass ökologische Aspekte missachtet werden müssten.

Dem Protest auf der Straße schlossen sich neben Landwirten Vertreter zahlreicher Verbände, Umwelt- und Tierschutzorganisationen an – darunter unter anderem die Jugendgruppe des BUND, die globalisierungskritische Gruppe Attac sowie der Nabu. Sie wandten sich auch gegen das geplante EU-Freihandelsabkommen TTIP mit den USA, bei dem Kritiker eine Absenkung der Lebensmittelstandards befürchten.

Am Sonnabendvormittag hatten rund 500 Demonstranten am Washingtonplatz eine Kundgebung abgehalten, wie eine Polizeisprecherin sagte. Gemäß dem Motto „Wir machen Euch satt“ wehrten sie sich gegen die Kritik von Tierschutzverbänden. „Wir wollen zu einem sachlichen Dialog zurückkehren“, sagte der Bauer Klaus-Peter Lucht. „Wir haben in Deutschland immer noch eine bäuerliche Landwirtschaft, die angeprangerten Agrarfabriken gibt es nicht.“

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