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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Technik und Möbel aus einer Hand

25.06.2014

Hatten /Oldenburg Wenn Kunden die neue Telepoint-Filiale in Hameln betreten, tun sich ungewohnte Ansichten auf: Hier stehen nicht nur die üblichen elektronischen Geräte, sondern einige sind bereits in Wohnzimmerwände integriert, in Holztönen und mit flexibel versetzbaren Komponenten. Man kann an einem Rechner im Laden nach individuellem Geschmack auch eine eigene Variante dreidimensional entwerfen – und sich zu Hause komplett aufbauen lassen.

Telepoint, die zur Bünting-Gruppe (Leer) gehörende Elektronik-Kette aus Oldenburg, probiert in ihrer 14. Filiale in Hameln neue Wege aus. Man will interessierten Kunden Umfassenderes anbieten als Haustechnik und Unterhaltungselektronik, wie etwa TV-Geräte. „Es geht uns um ganzheitliche Lösungen“, erläutert Thorsten Sykora, Bereichsleiter Category Management Unterhaltungselektronik & Foto bei Bünting Electronic, den neuen Ansatz. Dabei kooperiert man mit der Tischlerei Hattendorf aus Hatten (Kreis Oldenburg).

Die zwei oldenburgischen Unternehmen starten in Südniedersachsen. Doch aus dem Hamelner Test könnte – je nachdem, wie er ankommt – mehr werden, ein Modell für weitere Standorte.

Kooperationen – in diesem Fall von Handel und Handwerk – sind nach Einschätzung von Einzelhandels-Experten auch ein probater Ansatz, um stationäre Fachgeschäfte im Kampf gegen Internet-Riesen zu stärken. Gerade in der Unterhaltungselektronik wird um die Geräte ein beinharter Preiskampf geführt. Flexible Gesamtwohnraumgestaltung – das könne das Internet dagegen nicht, erläuterten Sykora und Fred Hattendorf, Chef das Partners Hattendorf GmbH.

Und Fachleute wissen auch: Im Gesamtpaket ist letztlich eine bessere Marke vorstellbar.

Experten wie Sykora von der Bünting-Gruppe gehen davon aus, dass eine wachsende Kundenschar nicht mehr wirklich optimal bedient wird, wenn man lediglich Dutzende Geräte zur Auswahl in die Filiale stellt. Mancher wolle mehr Komfort und Stil – quasi mit dem TV-Gerät zugleich eine Lösung für das Gesamtdesign seiner Wohnzimmerwand, unter Einbeziehung und bereits im Haus vorhandener Geräte wie HiFi oder Boxen und ihrer kabellosen Vernetzung.

Am Anfang stehe bei interessierten Kunden natürlich eine „Bedarfsanalyse“, wie ein Kunde überhaupt fernsehen wolle, mit einer entsprechenden Empfehlung, erläutert Sykora die Vorgehensweise. An einem Bildschirm im Hamelner Markt könnten dann die Hattendorf-Systemkomponenten („Hattsystem“) auf einer Basiswand beliebig zur Wohnwand mit „Consumer Electronics“ arrangiert werden. Mit den flexibel nutzbaren Komponenten sei das „viel mehr als eine einfache Wohnwand“, sagt Fred Hattendorf (30 Mitarbeiter).

Hattendorfs Handwerker, ohnehin mit ihren Wohnsystemen schon bundesweit und im Ausland im Geschäft, waren auch schon vor Ort in Hameln, für Schulungen von Mitarbeitern im neuen Vertriebssystem. Die ganzheitliche Qualifizierung sei ein wichtiger Punkt, heißt es bei Telepoint (500 Mitarbeiter). Schließlich will man alles aus einer Hand planen, aufbauen, installieren, schulen – und in Rechnung stellen.

Rüdiger zu Klampen
Redaktionsleitung
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2040

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