Hannover - Immer mehr Kinder und Jugendliche in Niedersachsen müssen wegen Depressionen stationär in einem Krankenhaus behandelt werden. Die Zahl der Patienten zwischen zehn und 19 Jahren sei in den vergangenen drei Jahren um 87 Prozent gestiegen, teilte die Techniker Krankenkasse (TK) in Hannover am Donnerstag mit und bezog sich dabei auf die Zahlen der Versicherten aller Ersatzkassen.
Einen ähnlichen Anstieg verzeichnete auch die AOK Niedersachsen. Dort wurden 2013 insgesamt 604 Fälle registriert, zwei Jahre zuvor lag die Zahl noch bei 447.
„Depressionen bei Kindern und Jugendlichen sind eine ernst zu nehmende Krankheit und nicht bloß eine Pubertätserscheinung“, sagte der Sprecher der TK Niedersachsen, Frank Seiffert. Äußern könne sich die Erkrankung auf unterschiedliche Weise, etwa durch Aggressivität, mangelndes Selbstwertgefühl oder Kopf- und Bauchschmerzen. Eltern sollten auf professionelle Hilfe zurückgreifen.
